Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 21. Juli 2012

Neue Freiheit hat Freizeit

Manch einer verliert seine Freiheit in einer Beziehung, aber in China hat kürzlich einer seine Freiheit wegen einer Beziehung verloren. Wegen Rowdytums wurde der Mann verhaftet, weil er vor 28 Jahren seine damals noch nicht gefreite Frau umarmt hatte. Der unerhörte Vorfall war übrigens von den Eltern der Braut angezeigt worden. Solchen Sexismus darf eine sozialistische Gesellschaft natürlich auch nach einem halben Menschenalter nicht ungesühnt lassen Dabei interessierte es die Gerechtigkeitsjäger auch nicht, dass das entsprechende Gesetz seit 1997 abgeschafft ist.

Samstag, 14. Juli 2012

Neue feine Freunde

Das Internet ist ein gefährlicher und feindseliger Ort - so wie die ganze Welt. Kein Wunder, dass man sich da sicherheitshalber bei Facebook mit einer dicken Schicht schützender Freunde umgeben möchte, doch auch das kann nach hinten losgehen, wie der Fall des 43-jährigen Herrn Mindermann zeigt, der mit einer 15-jährigen Minderjährigen rumgefacebookt hatte.

Samstag, 7. Juli 2012

Neue Kosmetik statt Athletik

Wenn der Spitzenfußball, wie hier vor zwei Wochen beschrieben, zu einer großen Feierveranstaltung mutiert, in der sich alle als eine große Familie fühlen wollen, werden andere Meinungen nicht mehr geduldet. Italiens Stürmer Cassano war so ein Partymuffel, der naiv oder provokativ äußerte, dass er hoffe, dass in seiner Mannschaft AC Mailand keine Schwulen spielten. Dieser Cassano(va) wäre einige Zeit vor der Europameisterschaft beinahe an einem Herzfehler gestorben; vielleicht war es ihm deshalb egal, was weltliche Instanzen über sein Denken denken. Doch am Ende war auch er glatt gebügelt genug, dass es ihm hoch offiziell „unheimlich leid“ tat.

Samstag, 30. Juni 2012

Klima-Müll


Karrikatur: Uli Stein
Berlin bekommt jetzt eine „Klimatonne“. Das ist auch gut so, denn dann können wir unser Klima, dass uns seit mindestens 2005 statt der versprochenen Erwärmung meist kaltes und schlechtes Wetter verschafft, eben mal in die Tonne treten. Oder hat dann jeder eine Tonne zuhause, wo er ein bisschen Klima rauslassen kann, wenn das mal knapp werden sollte? Gut gedacht, aber weit gefehlt: Mit der Klimatonne ist eine Mülltonne gemeint, die das private Geldverdienen mit Hilfe unserer Umweltfreundlichkeit optimieren soll. Dabei kommt - nicht nur in Berlin - jeder Euphemismus und jede Übertreibung recht, selbst wenn sie noch so albern ist. Denn bei der Tonne ist noch lange nicht Schluss, wenn es um die Knebelung der Wirklichkeit im Dienst der „guten“ Sache geht.

Samstag, 23. Juni 2012

Frustball total

Aus der Europameisterschaft der schönsten Nebensache der Welt wird mehr und mehr die Europameisterschaft der unschönen Nebensächlichkeiten der Welt. Fußballfunktionäre und Medien lassen keine Gelegenheit aus, sich zu profilieren, während die Spieler vordringlich Ihren Egotrip optimieren. Währenddessen feiern die Zuschauer eine Party nach der anderen, ohne so richtig verstehen zu wollen, was da auf dem Platz passiert. Kein Wunder, dass die Spiele eher spannend als schön sind, und dass das Fußballspiel hier mal wieder als lebendiges Beispiel für den umfassenden Niedergang herhalten muss.

Samstag, 16. Juni 2012

Verdiente Verdiener

Deutschland produziert zu teuer, die Lohnnebenkosten sind zu hoch, die Gehälter erst recht und die Rente ist nicht mehr bezahlbar- mit diesen Parolen aus dem reichhaltigen Sprachschatz der Umverteiler von Volksvermögen mussten wir uns hier in letzter Zeit häufig herumschlagen. Nun aber rechnet uns das Statistische Bundesamt mit harten Zahlen das vor, was wir kybernetisch schon immer gewusst haben: Die Wirtschaft produziert immer effektiver und will dafür immer weniger bezahlen.

Samstag, 9. Juni 2012

Schuld und Sühne

Etwas kopflos sind uns unsere Großkopfeten schon immer vorgekommen. Nicht in den Kopf will Konrad Kustos aber der Umgang mit dem Fall Orhan S. Schließlich hat der junge Mann und Vater von acht Kindern in dieser Woche seine Frau, weil sie sich von ihm trennen wollte, nicht nur erstochen, sondern ihr anschließend auch noch den Kopf abgetrennt, und kommt nun vielleicht straffrei davon. Dass er dabei „Allah, Allah“ gerufen haben soll, tut hier ebenso wenig zur Sache wie der Umstand, dass auch noch ein Fuß dranglauben musste. Entscheidend ist ein Rechtssystem, das Unrecht nicht mehr zu einer angemessenen Rechenschaft zieht.