Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 15. Juni 2013

Armes Deutschland

Die gute Nachricht ist: Nur 5% der Deutschen fühlen sich laut einer EU-Studie arm. Die schlechte Nachricht lautet: 20% sind es. Nun gibt es Armutsdefinitionen reichlich, doch nach den Kriterien der EU bedeutet es, dass in Deutschland bei rund 16 Millionen Menschen „erhebliche materielle Entbehrungen" oder eine „sehr geringe Erwerbsbeteiligung", also Geldmangel, vorliegen. In der Zahl enthalten sind von Armut Bedrohte, deren Einkommen unter 952 Euro monatlich liegt – das sind allein 15,8% der Bürger eines immernoch reichen Landes. Auffällig auch, dass es Jüngeren eher schlechter geht, was sowohl eine Aussage über einen nach unten gerichteten sozialen Vektor ist als auch eine über den Sinn der Geburtenbeförderungspolitik. Fakt ist, dass Armut nicht nur ein Problem für die Menschen mit Arschkarte ist, sondern durch ihre Auswirkungen und besonders durch die Umstände, die sie möglich gemacht haben, ein Alarmsignal für das ganze Gemeinwesen.

Montag, 10. Juni 2013

Neu Nach-Gedacht: Fukushima

Das war ja eine heftige Reaktion auf mein kürzliches Nach-Gedacht zu den ausbleibenden Fukushima-Toten. In den Kommentaren sind die Meinungsgegensätze ebenso gut abgebildet wie die unterschiedlichen Differenzierungsniveaus der einzelnen. Da hilft jetzt kein Nachkarten, aber die Frage bleibt, warum bei manchen Themen manche Leute so fest glauben, ohne zu wissen warum. Einem famosen Hinweis von Frank nachgehend möchte ich daher beispielhaft an der Position des IPPNW versuchen zu zeigen, wie Manipulation an der Grenze zur Gehirnwäsche funktioniert.

Samstag, 8. Juni 2013

Nie sollst Du mich befragen


Dem Jongleur ist nichts zu schwör.
Es hätte so eine schöne Nachricht für Konrad Kustos sein können: Deutschland hat gar nicht so viele Einwohner und es leben auch viel weniger Migranten hier. Das hieße beispielsweise weniger Arbeitslose, weniger Umweltbelastung, weniger Ressourcenverbrauch, weniger neurotische Enge, weniger soziale Konflikte. Hätte, wäre, könnte! Denn die jetzt bekannt gewordenen Zahlen der jüngsten Volkszählung ändern nichts an der Realität, sondern sie offenbaren nur, wie erfolgreich uns Politiker und Wissenschaftler mit ihren Behauptungen wieder einmal auf den Arm genommen haben.

Dienstag, 4. Juni 2013

Nach-Gedacht: Fukushima


Natürlich wollen und können wir offiziellen Verlautbarungen nicht unbesehen glauben. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer. Aber zur Kenntnis nehmen müssen wir sie schon, denn sie enthalten immer direkte oder indirekte Informationen und müssen ja auch nicht zwangsläufig falsch sein. Oft erzählen sie auch im Zusammenhang mit dem Nichtgesagten sehr ausführliche Geschichten. Eine dieser Verlautbarungen ist der gerade veröffentlichte Bericht der Vereinten Nationen über die Folgen des Atomunfalls von Fukushima. Nach einer umfangreichen Untersuchung kommt die UN zu dem Schluss, dass als direkte Folge des Atomunfalls weder Menschen starben noch an Krebs erkrankten. Die Katastrophe habe überhaupt keine Gesundheitsfolgen für die Bevölkerung gehabt.

Samstag, 1. Juni 2013

Migranten-Varianten

Bild: C.Pontenagel
Im glücklichen, wohlhabenden Schweden, weitab von allen Krisenherden dieser Welt, in diesem Fluchtziel romantischer Auswanderer brennen plötzlich die Autos, und es gab mindestens vier Brandanschläge auf Polizeistationen. Verursacher waren jugendliche Migranten, die in den Plattenbaugettos Stockholms ihre soziale Unzufriedenheit und ihre kulturelle Frustration auslebten. Da passt es vortrefflich, dass zur selben Zeit in Berlin der 6. Integrationsgipfel der Bundesregierung Hof hielt. Die diversen Lobbyisten diskutierten gewollt zielmeidend nicht ob oder wieviel Migration sinnvoll wäre, sondern wie möglichst vielen neuen Migranten der Zuzug ermöglicht werden kann.

Samstag, 25. Mai 2013

Voll ver-apple-d

Grafik: C.Pontenagel
Die Grünen haben die Machtübernahme voll im Blick, und dazu gehören in unserem politischen System natürlich Versprechungen, oft diametral zur gelebten Praxis. Dabei scheint es opportun, in einem Land, in dem viele wenig und wenige viel besitzen, eine Umverteilung von oben nach unten zuzusagen, wobei im Falle der Grünen vorausgesetzt werden muss, dass die Wähler die rot-grüne Realpolitik der Agenda 2010 vergessen haben. So sollen also künftig Vermögen, Erbschaften und höhere Einkommen überproportional stärker besteuert werden, was im Grunde bedeutet, Menschen und Familien, die sich mehr oder weniger ehrlich Geld oder Positionen erarbeitet haben, um den Ertrag ihrer Leistung zu bringen. Da stößt es besonders bitter auf, wenn bekannt wird, dass die Apple-Tochter ASI ihre Milliardengewinne völlig legal und ungehindert mit 0,05 Prozent versteuern durfte. Und das ist nur die Spitze des Geldbergs, den die multinationalen Konzerne auf Kosten von reich und arm gleichermaßen an den Völkern, Volkswirtschaften und Staaten der Welt vorbeischaffen.

Samstag, 18. Mai 2013

Schlau gedacht, Stau gemacht

Parkplätze werden verboten, Fahrspuren werden „rückgebaut“ und landesweit nicht nachvollziehbare Langsamfahrzonen werden geschaffen – der Autofahrer hat es nicht leicht. Nun mag ihn manches Unbill auch zu recht treffen, denn er ist nicht alleine auf der Welt, und Platz, auf dem Verkehr verkehren kann, nicht unbegrenzt vorhanden. Dennoch ist die Verkehrspolitik seit langem ein Schaufenster, in dem sich kaum gebremste ideologische Weltverbessererattitüde präsentiert. Es blieb aber der Hauptstadt des Landes Brandenburg vorbehalten, den Boden jeder nachvollziehbaren Sinnhaftigkeit zu verlassen: Potsdam also schaltet inzwischen an seinen Grenzen Ampeln auf kürzere Grünphasen und erzeugt bewusst kilometerlange Staus, um den Verkehr innerhalb der Landeshauptstadt selbst zu reduzieren. Das ist ungefähr so, als wenn sich jemand die Venen aufschneidet, um seinen Blutdruck zu senken.