Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Montag, 29. April 2013

Nach-Gedacht: Arbeit macht krank


Manchmal ist Konrad Kustos der allgemeinen Erkenntnis nur einen kleinen Schritt voraus. Gerade wurde hier reflektiert, dass Arbeit krank macht, da hat das die offizielle Statistik auch schon herausgefunden: Arbeit macht krank, ziemlich oft sogar todkrank.

Samstag, 27. April 2013

Export ist Mord

Mit Euro Arm dran?
Zypern ist also gerettet. Zypern? Wäre es sonst im Meer versunken oder von der Landkarte gestrichen worden? Wäre es gar verschwunden, auf Knopfdruck wie die aus „Lost“ bekannte Insel? Nö, zwei Banken hätten pleite gemacht und damit verwüstete Staatsfinanzen noch ein bisschen mehr verwüstet. Moralisch, wie wir sind, haben wir Zypern (besser: seine Bankwirtschaft) trotzdem gerettet, d.h. der Bundestag hat das mit seinem demokratischen Votum getan, wir Normalos müssen es nur bezahlen. Allerdings ist das, wie man immer wieder von Herrn Gysi und anderen Experten hören muss, auch zu unserem Besten, denn Zyperns Einbindung in den Euro erhöht ja unseren Auto-Export. Unseren? Also Konrad Kustos hat noch kein einziges Auto nach Zypern geliefert.

Samstag, 20. April 2013

Alternativ zum Mief

Die Feinde meiner Feinde sind ja eigentlich tendenziell meine Freunde. Was macht man aber, wenn eine neue Partei gegen das politische Establishment antritt und den unseligen Euro ins Visier nimmt, die ansonsten leider für eine Wirtschaftspolitik steht, die derart dreist nicht einmal vom herrschenden Einheitsparteienkonsortium umgesetzt wird? Die Rede ist natürlich von der „Alternative für Deutschland“, die sich am vergangenen Sonntag gegründet hat und die der erste ernsthafte Versuch seit Einführung des Euro ist, einen erheblichen latenten Widerstand erfolgreich zu bündeln. Darf man also, um zur Kernfrage zurückzukommen, den Teufel mit Beelzebub austreiben? Eine Frage, der wir uns nur kybernetisch nähern können. Einen Hinweis liefert die Gülle, mit der die AfD aus Anlass ihrer Gründung vonseiten der Presse und der etablierten Parteien überschüttet wurde.

Samstag, 13. April 2013

Sanktionen, die sich lohnen

In einer Welt der steten Verwirrung hat es beinahe etwas Beruhigendes, wenn sich etwas kontinuierlich verhält. Neben wachsenden Lebenshaltungskosten fallen uns da spontan die Müllberge und die Dummheit ein. Eine weitere Konstante, die immerhin Millionen Menschen betrifft, wird von der Öffentlichkeit aber weitgehend ignoriert: Seit etlichen Jahren steigen die Sanktionen gegen erwerbsfähige Hartz-IV-Empfänger jährlich im zweistelligen Prozentbereich. Im vergangenen Jahr wurde nun die Millionengrenze geknackt und damit eine neue Rekordmarke gesetzt bei der Ausgrenzung eines erheblichen Teils unserer Gesellschaft. Ihr seid (noch) nicht betroffen und haltet das deshalb für unwichtig? Hoffentlich zumindest dann nicht mehr, wenn sich daran beispielhaft eine neue Facette der geistig-moralischen Verfassung Deutschlands zeigen lässt.

Samstag, 6. April 2013

Rosa-Zukunft

Angela Merkel hat sie nicht, denn sie muss in nächtelangen Sondersitzungen die Europäische, die Christlich-demokratische oder ihre persönliche Union retten. Günther Jauch hat sie nicht, denn er muss ununterbrochen die Intellektualität der Fernsehunterhaltung und nebenbei noch die Potsdamer Stadtlandschaft retten. Denis Scheck und Dieter Moor haben sie nicht, denn sie müssen die Kultur nach ihrem Gusto vor allen Missetätern retten. Konrad Kustos hat sie erst recht nicht, denn er muss wöchentlich die Welt ein bisschen vor dem Niedergang retten. Was mag dieses kostbare Gut sein, das uns allen fehlt? Es ist natürlich die Zeit, die umso flüchtiger wird, je mehr wir von ihr haben. Dass diese Knappheit an Zeit aber keineswegs eine Folge des Tuns notwendiger Dinge ist, sollte schon die anfängliche Aufzählung nachgewiesen haben, vielmehr handelt es sich um ein Strukturproblem der Niedergangsgesellschaft.

Samstag, 30. März 2013

Der Mangel in der Mangel

Jedes dritte deutsche Unternehmen sieht in fehlenden Fachkräften die größte Gefahr für die eigene wirtschaftliche Entwicklung - und zwar schon für die nächsten Monate. Diese Statistik ist so absurd, dass es dafür nur zwei mögliche Erklärungen gibt: Paranoia oder arglistige Täuschung. Weil es soviel Wahnsinn selbst in der Welt des Wahnsinns nicht geben kann, bleibt nur Variante B. Und so trommelt die Propaganda des Konzernkapitalismus ihre Mär von einem notwendigen Wachstum, das immer mehr Fachkräfte erfordert, unters Volk. Das wird gerne wissenschaftlich mit Zahlenkolonnen und bunten Kurven untermauert, doch komisch, dass sich rund um Konrad Kustos stattdessen die arbeitslosen Akademiker häufen. Vielleicht, weil sie sich sperren, fachfremde oder unterbezahlte Arbeit anzunehmen? Oder weil sie mit Mitte Vierzig schon zu alt sind? Was sagen uns dann aber die 2222 jungen Berliner, die im vergangenen Juni nach erfolgreichem Abschluss ihrer Berufsausbildung den Weg zum Arbeitsamt antreten mussten?

Samstag, 23. März 2013

Euro-Eulen

In einer Studie über das „Dreiländereck“ Baden-Schweiz-Elsass haben interkulturelle Wissenschaftler Erstaunliches herausgefunden: Deutsche Kinder sind eher fettleibig, weil sie morgens früher in die Schule müssen. Ihre kulturellen Kontrahenten in der Schweiz und Frankreich hätten nämlich vor der Schule mehr Zeit und könnten gesünder frühstücken. Wir lernen: Essen macht schlank, französisches Frühstück ist gesund und Wissenschaftler wissen, was sie sagen. Dass auch beim Letzteren eher das Gegenteil der Fall ist, haben studierte Experten besonders am Beispiel EU massenhaft bewiesen, nun aber ist das Maß voll. Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut hat vorgerechnet, dass Europa nur zu retten ist, wenn Deutschland in den anderen EU-Ländern die Arbeitslosigkeit mitfinanziert und ein System der „Umverteilung“ nationalen Besitzes in jährlichen Milliardenbeträgen eingerichtet wird. Die ohnehin bereits indirekt stattfindende Enteignung Deutschlands soll so intensiviert und institutionalisiert werden.