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| "Danke, Germany" Quelle: dasjahrbuch.de |
Die Asylwerber, die in Deutschland jetzt
Aufnahme finden und finden werden, treffen auf Umstände, die ihnen (bis auf wenige
Ausnahmen) so gut wie keine Hoffnung lässt. Unter anderem kulturelle,
ökonomische und sprachliche Grenzen sorgen dafür, dass sich eine völlig neue
Unterschicht bilden wird, die gebär- und nachzugfreudig, wie sie ist, rasant
wachsende Elendsquartiere in der Folge hat, deren Probleme schneller wachsen,
als sie behoben werden können. Dabei muss man angesichts der Dimensionen der
Zuwanderung und ihres Tempos trotz des finanziellen Aufwands, den die
Bundesregierung betreibt, mittelfristig eher an die Lebenssituation in südamerikanischen
Favelas denn in französischen Banlieues
denken.
Um solche Fragen und Folgen macht die Willkommenskultur, die
ihre Emotionen auf den Moment beschränkt, einen großen Bogen. Wie fühlen sich
die Menschen in einem solchen Lebensumfeld? Wie wirkt sich die persönliche und
berufliche Perspektivlosigkeit fern der Heimat auf die Psyche aus? Welche
Spannungen innerhalb hierarchischer Familien- und Gruppenorganisation
entstehen, wenn ursprüngliche Führer jetzt ausweglose Verlierer sind? Welche
Strategien entwickelt der Nachwuchs, um die Elendsquartiere zu verlassen? Kann
Sozialhilfe verhindern, dass es eine wirtschaftliche Verelendung gibt, und wird
die durch sie hervorgerufene Abhängigkeit nicht selbst stolze Menschen brechen?
Und kann angesichts der unübersehbaren ökonomischen Herausforderung durch die Flüchtlingsmassen
überhaupt garantiert werden, dass dauerhaft soziale Hilfen gezahlt werden?
Diese Menschen werden aus Mangel an Integrationskapazität der
neuen Heimat, die zudem auch schnell an finanzielle und personelle Grenzen bei
der Förderung der sprachlichen und beruflichen Kompetenzannäherung stoßen wird,
nicht nur nicht integriert, sondern sogar desintegriert werden. Selbst die, die
sich hier nicht nur Alimentierung erhofft haben, sondern ein neues Leben
aufbauen wollen, können so nur entmutigt werden. Sie werden sich am Ende
irgendwie durchschlagen müssen - und für viele ist das durchaus wörtlich zu
verstehen. Sie werden ihre alte Kultur verlieren, ohne eine neue zu gewinnen -
sie werden einem Prozess von Isolation, Desorientierung und Deformation ausgesetzt.
Zwar sind ökonomische Gründe, neben der Angst ums Überleben bei
einer großen Untergruppe, wohl das Hauptmotiv der Migranten, aber andere
kommen hinzu. Kulturelle Rückständigkeit und weltanschauliche Fesseln hinter
sich zu lassen und die allermenschlichste Illusion, dass es woanders
grundsätzlich besser ist. So machen sich aus unserer Sicht kulturell
rückständige Menschen auf den Weg, bringen ihre weltanschaulichen Fesseln aber mit
und stellen schließlich schmerzlich fest, dass Illusionen eben meist genau
solche bleiben. Der ökonomische Faktor ist dann nur noch der Anlass, in diesem
fremden, ungeliebten Land auch zu verweilen.
Man muss nicht Kassandra heißen, wenn man voraussagt, dass
sich in diesen neuen Gettos dynamisch sozialer Sprengstoff anreichert. Allein,
wenn man bedenkt, welche katastrophalen Auswirkungen die bisherige, im
Vergleich noch geregelte Zuwanderung in manchen Stadtquartieren der Republik schon
hatte. Für die Neuankömmlinge bleibt dann neben der Apathie nur die Aggression
als psychisches Ventil. In diesen Brutstätten der Gewalt wird es zuerst heißen „jeder
gegen jeden“, dann immer mehr gegen die Staatsmacht und schließlich gegen die
autochthone Bevölkerung. Das nennt sich dann erst Kulturkampf und schließlich
Bürgerkrieg, auch wenn ein Teil dieser Bürger diesen Status nur formell hat,
ohne ihn zu empfinden.
So schaffen die Protagonisten der Willkommenskultur, die
sich bei ihrem guten Tun bekanntermaßen mindestens ebenso gut fühlen,
Perspektivlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Schlimmeres. Damit nicht genug,
werden analog auch in den Herkunftsländern die Strukturen demontiert. Die im
Interesse des Postkapitalismus in Bewegung gesetzten Massen und besonders deren
Eliten fehlen dort, um für gerechtere Verhältnisse einzutreten, um Fortschritt
zu ermöglichen, um Zerstörung und Verelendung abzuwenden. Besonders dreist ist
es daher, wie die geistigen Anstifter und Manager der Migrationsbewegung in
Deutschland immer wieder verkünden, wie sehr die Ärzte und Handwerker
Deutschland voranbringen werden.
Ärzte, die die Sprache nicht verstehen, und Handwerker, die
aus einem völlig anderen Wirtschafts- und (technischen) Normensystem kommen,
können hier, wenn sie überhaupt in diesem Bereich tätig werden, vielleicht
10-40% ihrer Möglichkeiten abrufen, während sie in der Heimat, deren
Volkswirtschaft erheblich in sie investiert hat, Ankerpunkte einer gedeihlichen
Entwicklung wären. Manch einer ist auch gut betucht auf der Flucht und entzieht
damit seinem Herkunftsland ökonomische Ressourcen.
Eine wesentliche und verständliche Motivation zur Migration
bei den mehrheitlich hier ankommenden jungen Männern ist die Angst vor dem
Militärdienst. Was aber individuell verständlich ist, hat kollektive
Konsequenzen. Das Heimatland wird schutzlos gegenüber Aggressoren, wobei nicht
nur, aber besonders der IS und zunehmend wieder die Taliban traurige Relevanz haben.
Den Job, das Kind aus dem Brunnen zu holen, müssen dann wohl früher oder
später, wenn diese Länder nicht sowieso der Herrschaft archaischer
Terrororganisationen überlassen werden, UNO- oder NATO-Soldaten übernehmen.
Was für eine Moral ist das also? Seit Anbeginn der Zeiten
war es die Aufgabe der Bewohner eines Landes, sich gegen Unterdrückung und
Eroberung, gegen die Verwerfung einheimischer Kultur und Werte zu verteidigen. Das
ist dann in der Tat Krieg, aber ohne diesen Krieg stirbt die Vernunft, die
Zukunft und die Freiheit. Stellt man dies nun im dekadenten Deutschland mit
seiner Attraktionspolitik auf den Kopf, produziert man in vielen Ländern ein
Vakuum, das genau dies alles bewirkt: Elend, Unterdrückung und Kulturzerstörung.
Palmyra lässt grüßen.
Bevor der Postkapitalismus beschlossen hatte, nationale
Identitäten als dem Profit hinderlich zu bewerten und deshalb zu zerstören,
galten genau diese als Garanten für Freiheit, Identität und Recht. Seine Nation, seine Herkunft, Selbstbestimmung und Kultur
zu verteidigen war eine unstrittige Pflicht und Notwendigkeit. Der neue
Internationalismus, also die konstruierte Gleichheit aller Menschen und Kulturen, kommerzielle Interessen und
die Illusion einer konfliktfreien Welt, zerstört diese funktionierenden
Identitäten - konsequenterweise sowohl in den Ziel- als auch den Herkunftsländern.
Und da wir beim Thema Moral sind, sollten wir uns einen
Moment Zeit nehmen, über die Lage der Menschen nachzudenken, die zurückgelassen
werden. Menschen, die nicht an der verlockenden Völkerwanderung teilhaben, weil
sie sich den Schlepper nicht leisten können oder weil sie ihre Heimat zu sehr
lieben. Menschen, deren Ärzte und Handwerker in Deutschland oder anderswo den
sozialen Abstieg erleben und dort in mannigfaltigen Notsituationen fehlen.
Menschen, besonders Alte, Frauen und Kinder, die von ihren männlichen
Familienmitgliedern aus welchen Motiven auch immer alleine gelassen wurden, und nun, wohl nur
teilweise berechtigt, nur darauf hoffen können,
nachgeholt oder subventioniert zu werden. Menschen die sterben oder unterdrückt
leben müssen, weil ihr Land von seinen nominellen Verteidigern an Aggressoren
und terroristische Organisationen ausgeliefert wurde. Und während all dies
geschieht und sich unumkehrbar verschlimmert, feiern deutsche Moralisten sich
und die eigene Hilfsbereitschaft.

Die Migranten kommen, weil sie zu hause keine Perspektive sehen. Das sind vor allem Menschen ohne jede Ausbildung. Die Familien haben doch hauptsächlig Menschen mit geringem Einkommen geschickt. Die Famielienmitglieder mit höherem Einkommen müssen doch die Frauen, Kinder und alten Leute versorgen. Es gibt sicherlich vor Krieg flüchtende Facharbeiter und Akademiker, überwiegend sind die Gründe der Flucht aber rein ökonomisch. Syrische, lybische oder irakische Fachkräfte werden oft wieder zurück kehren, Ungelernte oder Analphabeten bleiben aber hier.
AntwortenLöschenDe Maizière hat davon gesprochen die deutschen Bildungsstandards zu senken, zumindest für 1 - 2 Jahre. Dass das nicht für einen relativ kurzen Zeitraum machbar ist, versteht sich von selbst. Aber sei es drum, was soll dann mit den einheimischen Kindern für diese 1 - 2 Jahre werden? Für mich sieht das danach aus, dass die Privatisierung der Bildung vorangetrieben werden soll. Wer will den seinem Kind eine Bildungsarmut zumuten. Die staatlichen Schulen werden dann abrufreife Ghettoschulen werden. Wer kein Geld hat oder keine Ausbildungsversicherung abschließen kann, hat halt Pech. Und noch zu einem andern Aspekt: Handwerker. Als wir in Marokko waren und wir durch eine kleinere Stadt streiften und Handwerker beobachteten, die ein Zauntor schmiedeten, hat mein Mann gefragt, wieviele Stunden sie dafür bräuchten. Verständnislose Blicke, weil sie gar nicht in Stunden, sondern in Tagen dachten, wie sich herausstellte. Das zu den Handwerkern, die so gesucht werden.
AntwortenLöschenWelcome back PeWi
LöschenEs gibt offensichtlich zwei Sorten von Menschen. Vielleicht kommt der Unterschied daher, ob sie als Kinder von ihren Eltern geliebt worden sind, siehe Frau Barnetts Kommentar.
AntwortenLöschenhttps://www.opendemocracy.net/transformation/ruth-barnett/what-holocaust-and-migrant-crisis-have-in-common
Die Einstellung vieler Deutscher ist vielleicht eine Spätfolge der Verhärtung der Seelen nach dem 2. Weltkrieg. Das lässt für die Zukunft schlimmes befürchten.