![]() |
| Grafik: C.Pontenagel |
Dazu
gehören nicht nur Propaganda und offensichtliche Lügen, sondern auch Verfälschungen
und Verkürzungen in der Informationspolitik. Es geht schon los, wenn wir vor
einem Fußball-Länderspiel ganzseitig in der Zeitung lesen müssen, dass
Deutschland nicht ohne Migranten Weltmeister geworden wäre. Unabhängig davon,
dass diese Aussage mehr als zweifelhaft ist (waren doch alle Leistungsträger
außer des - in Berlin geborenen - Boateng und dem als Kind aus Polen
eingewanderten Klose eindeutig Nichtmigranten und die Migranten im Team sogar
eher unterrepräsentiert), schreit diese demagogische Verquickung von Fußball
und Flüchtlingspolitik zum Himmel. Für die Opfer solcher Manipulationsversuche
bleibt zum psychischen Überleben nur die komplette Unterordnung oder eben die
nackte Wut.
Bleiben
wir beim Fußball: Da wird groß berichtet, dass der kleine Junge auf dem Arm
seines Vaters, der (beim illegalen Stürmen der Polizeiabsperrungen in Ungarn)
von einer bösen und sogleich entlassenen ungarischen Kamerafrau angeblich zu
Fall gebracht wurde, nun Superstar und Unterhosenmodell Ronaldo beim Auflaufen
begleiten durfte. Es wird verschwiegen, was kurdische Quellen
berichten, nämlich dass der Vater Osama Abdul Mohsen, der mit seiner
medienwirksamen Schwalbe nun in Spanien auch noch einen Trainerjob erhielt, maßgeblich
dazu beigetragen hatte, dass syrische Truppen im Jahr 2004 50 Kurden
ermordeten. Zuletzt soll er für die terroristische Al Nusra Front aktiv gewesen
sein. Wäre das nicht wenigstens eine Nachfrage wert gewesen?
Ein symptomatischer
Fall ist auch der medienwirksam an die türkische Küste gespülte tote Junge, der
bei Vielen letzte Dämme vernünftiger Abwägung hinwegspülte. Im kanadischen
Fernsehen und bei Sky News in Großbritannien berichteten Verwandte der Toten
ganz offen, dass die Familie seit 2012 sicher in der Türkei wohnte und
arbeitete. Der tote Junge war sogar dort und keineswegs im umkämpften Syrien
geboren. Weil sich der Vater in Europa aber unentgeltlich eine Zahnbehandlung
versprach, die in der Türkei 14.000 Euro kosten sollte, ließ er sich auf das
Abenteuer ein - mit den bekannten Folgen. Hätte nicht selbst eine emotionale
Berichterstattung - Zahnbehandlung hin oder her - die Geschichte von
verantwortungslosen Eltern erzählen müssen, die ihr kleines Kind mit auf eine
Nussschale aufs Meer genommen haben?
Man meint
fast, dass überall, wo man nachbohrt - da wo eigentlich die Medien nachbohren
müssten - eine Horrorstory wartet. Das lässt sich nicht nur, aber auch mit dem
Dilettantismus erklären, mit dem heute Medien gemacht werden. Dann entsteht
auch schon mal eine makabre Nähe zum eben geschilderten Fall, wenn in einem der
täglichen Potpourris von Rührgeschichten zeitnah eine Bildunterschrift lautete:
„Die Polizei begleitet Flüchtlingskinder zu einer Ersaufnahmestelle.“
In anderem
Zusammenhang erweist man sich durchaus wortsicherer. Ein Artikel zu den
Demonstrationen von Heidenau, in dem man nicht erkennen konnte, ob es sich um
eine Reportage, einen Bericht oder einen Kommentar handelt, quillt geradezu
über von suggestiven wie nichtssagenden Begrifflichkeiten. Schon die
Überschrift spricht von „Entfesseltem Hass“, eine Formulierung die man zu weit
schlimmeren linken Ausschreitungen noch nie gehört hatte, obwohl es doch hier
bei - in der Tat unerfreulichen - Böllern, Steinen und Flaschen blieb, die
einige kriminelle Idioten auf die Polizei warfen. Die Rede ist aber ganz
allgemein von „Rechtsextremisten“, die sich „ohne Scham“ versammelt hatten, um
„gegen die Asylsuchenden zu hetzen und Polizisten zu attackieren“. Auf die „gewaltbereiten
Rechtsextremen“, die sich in ihrer „irrationalen Ausländerfeindlichkeit“ auf
der Straße „tummeln“, stießen dann „150 Menschen, die ihre Solidarität mit den
Flüchtlingen bekundeten.“ Angemeldet worden sein soll die Versammlung von einem
„NPD-Mann“ - die sprachliche und assoziative Nähe zu einem NS-Mann ist
offensichtlich. Ist die Diktion und die Situationsschilderung schon ziemlich
parteiisch, folgt dann die Standardmitleidsphrase „So empfängt Heidenau
Menschen, die vor Krieg und Not aus ihren Heimatländern geflohen sind.“ Also ganz
Heidenau wird eben mal locker in moralische Sippenhaft genommen.
Gebetsmühlen
schön und gut, Politiker, Beteiligte und Fachleute dürfen sie drehen und tun
dies ohne Scham reichlich, aber der Journalist, der den Leser zu informieren
und nicht zu beeinflussen hat, darf dies eben nicht. Doch der neue Geist tobt
wie entfesselt, journalistische Moral oder Regeln spielen keine Rolle mehr. Auch
die Formulierung „irrationale Ausländerfeindlichkeit“, spricht Bände, denn ihre
Botschaft reicht weit über die konkreten Vorfälle hinaus und konstatiert, dass jede
Ablehnung der Flüchtlingsströme irrational sei. Aus welcher Quelle der
Journalist der dpa diese Weisheit schöpft, bleibt uns verschlossen. Wir erkennen
aber, dass die dpa sich mit zunehmender Verbreitung ideologisch besetzter Texte
in den unterschiedlichsten Medien immer mehr zu einer ideologischen
Gleichschaltungsinstitution nach dem Muster des ADN entwickelt.
Immerhin
gab es in einer Zeitung eine zehnzeilige Meldung, dass bei der um die Welt
gegangenen Brandstiftung in einem für Flüchtlinge designierten Mehrfamilienhaus
von der Polizei nun geprüft wird, ob vielleicht sogar der Eigentümer der
Brandstifter war. Man hatte herausgefunden, dass es in Häusern dieses Mannes
schon häufiger gebrannt hatte. Versicherungsbetrug lag also nahe. Weitere
Auskünfte wollten die Behörden „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht geben,
auch das Ergebnis der Ermittlungen wurde nach inzwischen mehreren Monaten
anscheinend nicht, jedenfalls nicht in den Medien, kommuniziert.
In einem
Kommentar zu einem Kustos-Text stellte ein Leser zu Recht weitere Fragen nach
der Seriosität entsprechender Angaben von Justiz und Polizei: „Lässt sich
eigentlich die Einschätzung des Bundesinnenministeriums, rund 300 von 337
Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte seien rechtsmotiviert, mit Fakten
belegen? Irgendwie habe ich den Eindruck, dass man selten erfährt, wer dahinter
steckt. So gibt es in unserer Tageszeitung immer wieder teilweise groß
aufgemachte Berichte über Brandanschläge auf und über Brände in Unterkünften.
Ich kann mich aber tatsächlich an keinen einzigen Fall erinnern, in dem es
einen Folgebericht darüber gab, dass man die Täter ermittelt hätte und aus
welchem Umfeld sie stammen.“ Solche Informationen könnten, so der Kommentator,
aber gegebenenfalls Gerüchte im Internet entkräften, nach denen die Brände oft
von Heiminsassen selbst gelegt worden seien, etwa, um sich damit bessere
Unterkünfte zu verschaffen.
Neben Verzerren
und Verschweigen sind auch Phrasen ein bewährtes Mittel, von den Realitäten
abzulenken. Da meldet sich der im Senegal geborene SPD-Bundestagsabgeordnete
Karamba Diaby zu Wort und behauptet seitdem unkorrigiert, der Ausdruck
Asylmissbrauch sei falsch und gefährlich, weil er suggeriere, dass nicht jeder
Mensch das Recht auf einen Asylantrag habe. Das ist so offensichtlicher
Blödsinn, dass es nicht einmal medial zitiert gehört, es aber sogar in
Argumentationszusammenhängen gelten zu lassen, zeigt den Zustand unseres
Informationssystems.
Dazu
gehört auch, dass interviewte Politiker sich immer gleicher Worthülsen
bedienen, wenn sie den Widerstand gegen die Asylpolitik diskriminieren wollen.
Sie sprechen undifferenziert von „armen Menschen, die vor Krieg, Not und
Verfolgung geflohen“ sind, und stets aufs Neue sind sie nicht etwa bloß
erzürnt, sondern merkwürdigerweise immer wieder „schockiert“. Ein Schockzustand
ist ein überraschendes Erlebnis, wie lange können Politiker also überrascht
sein? Als eine bengalische Fackel in Berlin folgenlos auf das Gelände einer
Flüchtlingsunterkunft geworfen wurde, erklärte der zuständige Sozialsenator:
„Taten wie diese zeigen, wie wichtig es ist, dass sich die Mehrheit „klar“ für
Menschen in Not „positioniert“. Kann man sich auch unklar positionieren? Nein, das
wäre ein Oxymoron. Auch sei er „entsetzt“
von dem „Hass“, der aus der Tat spreche. Politiker im emotionalen
Ausnahmezustand – und das im Dauermodus.
Das Unwort
des Jahres ist allerdings das „Zeichen setzen“. Nicht Zeichensetzung, wie man
sie früher in der Schule lernte, sondern die bei politischen Demonstrationen
zur Durchsetzung eigener Ziele. Kaum eine Hofberichterstattung der jüngsten
Tage, die nicht von einem „Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit“ sprach. Sicherheitshalber
wurde schon mal in Überschriften meiner Tageszeitung doppelt und gleich nebeneinander
Zeichen gesetzt, einmal von den Grünen und natürlich einmal von Frau Merkel.
Aber auch eine solche Variante des Setzens von Zeichen bedeutete sprachlich
eigentlich, dass man sich offen gegen einen Trend stellt, während man hier nur
auf einer Welle der affirmativen Emotion surft.
Tote oder
weinende Kinder werden in den Medien zur gegen die Vernunft gerichtete
emotionalen Waffe, obwohl es sich naturgemäß um Einzelfälle handelt, die, wie
wir gesehen haben, oft auch noch konstruiert sind. Genauso wird emotional der
Hass auf jeden Widerstand befördert, etwa durch Überbetonung eines
Psychopathen, der in der Berliner S-Bahn auf eine ausländische Familie uriniert
haben soll. Das erste Wort in der Überschrift lautet „Rechtsextremer“, womit
Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Asozialität und Flüchtlingspolitik
in einen unseligen Kontext gestellt werden.
Bei all
dem haben weder die Medien noch die Politiker wirklich eine Meinung, sondern
sie strecken den Finger in die Luft, um zu fühlen, woher der Wind weht, und
blasen dann mit ihm gleichgeschaltet in dieselbe Richtung. Der grundsätzliche Mangel
an Intellekt und Wahrheitsverpflichtung zeigt sich an vielen Stellen.
Beispielsweise wird das Vokabular nicht differenziert, etwa wenn unter dem
Begriff „Flüchtlinge“ Asylberechtigte sowie Wirtschaftsflüchtlinge und andere
Illegale subsumiert werden oder wenn bei den Asylberechtigten nicht
unterschieden wird, ob sie vor Krieg, Unterdrückung, Krankheiten oder Naturkatastrophen
fliehen (wobei nach dem Genfer Abkommen tatsächlich nur die Unterdrückung ein
Asylgrund ist). Nicht unterschieden werden in der Regel auch EU- und
Nicht-EU-Einwanderer sowie als Herkunftsort sichere, unsichere und nicht als
sicher deklarierte sichere Länder nicht unterschieden werden.
Auch wird bei
den Migranten, teilweise auch aufgrund unklarer Datenlagen, selten
differenziert nach Sprachkenntnissen, Schichtzugehörigkeit oder
Integrationswillen. Die Problematik einer (schon vor der jüngsten
Einwandererwelle gescheiterten) Integration wird höchstens gestreift. Irgendwie
wird auch als gegeben angenommen, dass sämtliche Flüchtlinge auch dann in
Deutschland zu integrieren sind, wenn die Krise im Heimatland vorbei sein
sollte. Welche katastrophalen Folgen diese Denkweise für die Herkunftsländer
hat, wird hier demnächst noch getrennt zu erörtern sein.
Um
Differenzierung geht es aber auch zu allerletzt. Im Gegenteil: Letztlich geht
es um Manipulation. Erst Mitte September hatte SPD-Chef Gabriel keine Skrupel
zu sagen, die Politik brauche aufgrund der Widerstände in der Bevölkerung gegen
die Flüchtlingspolitik „Prominente aus Kunst und Kultur, die den Blick der
Bevölkerung auf ein Thema verändern“ könnten. Er braucht also die
Stellungnahmen in der Sache völlig unqualifizierter, aber in einer
Niedergangsgesellschaft hochangesehener Protagonisten des Unterhaltungssektors,
um die eigene Meinung der Bürger in seinem Sinne gleichzuschalten. In jeder
funktionierenden Demokratie hätte man Gabriel nach einem solchen Satz
davongejagt.
Doch die
Medien greifen dies begeistert auf. Erst kurz davor war dem flüchtlings- und
ego-aktiven Schauspieler Til Schweiger, der in einer Fernsehdiskussion
ungesühnt die Aufhebung der Grundrechte sowie standgerichtliche Gefängnisstrafen
für demonstrierende Flüchtlingsgegner gefordert hatte, in der Berliner
Morgenpost die „Kopfnote eins“ verliehen worden. Er habe „ein Gespür dafür, was
eine Mehrheit im Land für gut hält“. Was noch mitdenkende Menschen für eine
Beschreibung von Opportunismus halten würden, ist hier völlig ironiefrei positiv
gemeint. Und wie es sich für eine eigentlich der überparteilichen Information
verpflichtete Zeitung im Niedergang gehört, folgte noch als melodramatischer
Schlusssatz: „Er spricht uns aus dem Herzen.“

Die Kritikpunkte an einer Masseneinwanderung sind ja offensichtlich und allseits bekannt - konkrete Gegenargumente (Dafür) vermag ich allerdings nicht zu erkennen - um es aber einmal ganz simpel zu machen, als ehrliche Frage an alle Einwanderungsbefürworter, gibt und gab es irgendwo und irgendwann in der Menschheitsgeschichte, ein Beispiel dafür, daß eine indigene Bevölkerung durch eine großmaßstäbliche Einwanderung ( > 3 % der Gesamtpopulation) a) Ihre Kultur bewahren konnte b) eine neue allgemein anerkannte "höhenwertige" Kultur geschaffen wurde c) die Lebensqualität für mind. 2 Generationen deutlich gesteigert wurde?
AntwortenLöschenAußer dem Apartheidsstadtstaat Singapur (und da ist die Frist noch nicht ganz abgelaufen) fallen mir nur Negativbeispiele hierzu ein....
Super Artikel, Kompliment!
AntwortenLöschen"In jeder funktionierenden Demokratie hätte man Gabriel
nach einem solchen Satz davon gejagt"
Dieser Ansicht bin ich auch - und es sind nicht bloss die Sätze
der POlitiker, sondern vorallem ihre Taten, welche im Rahmen
eines Kommentars unmöglich wiederzugeben ist.
Auch angesichts aller ignorieten offenen Briefe von Polizeibediensteten,
welche von der Politik seit einem Jahr endlich Massnahmen
fordern, sollte die Filzdicke erahnt werden können -
wobei "Filz" in diesem Kontext sicherlich das falsche Wort ist-
es gleicht einer meterdicken Betonplatte.
Das was wir "Demokratie" nennen, weicht stark von der Theorie ab:
durch Propaganda werden zwar auch Meinungen erzeugt, jedoch
dient diese heute nur noch dazu, dem Volk zu suggerieren, dass
es massenhaft Idioten gäbe, um die bereits im Vorfeld bestimmte
und beschlossene Politikwillkür glaubhafter durchzuwinken, bzw.
zu diktieren.
(M.D.)
"Hass ist ein Gefühl, das aus der Mischung eigener Hilflosigkeit und dem Bruch von Spielregeln durch andere entsteht. So sind die Verantwortlichen für Hass eigentlich die, die andere durch ihr Fehlverhalten in eine emotionale Situation bringen, in der sie Äußerstes fühlen."
AntwortenLöschenNaja, naja, naja, lieber Konrad.
So kann man sich alles zurechtdefinieren. Ich jedenfalls habe nach diesen zwei einleitenden Sätzen diesmal prompt aufgehört zu lesen - da konnte für mich nix mehr kommen, mit dem mir eine gedankliche Auseinandersetzung lohnenswert erschien.
Nichts für ungut,
Frank
M.D.:
AntwortenLöschenDas, was wir Praxis nennen, weicht stark von der Theorie ab.
@Frank 1: Spendierst Du noch eine Begründung?
AntwortenLöschenKlar doch!
AntwortenLöschenErstens beschreibst du nur den reaktiven Hass und lässt den charakterlichen Hass außenvor.
Zweitens definierst du als Auslöser - neben dem Erleben von eigener Hilflosigkeit - einen Bruch von Spielregeln; hilflos steht man beim reaktiven Hass nach allgemeiner Definition aber nicht dem Bruch von Spielregeln gegenüber, sondern einer direkten Bedrohung (des eigenen Lebens, der eigenen Sicherheit usw.).
Wenn bereits ein Bruch von Spielregeln Hass auslöst, spricht das eher für charakterlichen Hass; damit wird aber drittens der Verweis auf fremde Verantwortung arg wackelig.
Das meinte ich mit "zurechtdefinieren".
Ich gestehe, dass Dein erster Kommentar mich aufgeschreckt hat, weil ich den Einstieg intuitiv schrieb, ohne die Definitionen für Hass nachzuschlagen. Dies habe ich nun nachgeholt (Wiki: „Hass entsteht, wenn tiefe und lang andauernde Verletzungen nicht abgewehrt und/oder bestraft werden können. Hass ist somit eine Kombination aus Vernunft und Gefühl. Die Vernunft ruft nach dem Ende der Verletzung und nach einer Bestrafung des Quälenden. Laut Meyers Kleines Lexikon Psychologie ist das Gefühl des Hasses oft mit dem Wunsch verbunden, den Gehassten zu vernichten. Das Gefühl des Hassenden ist das des Ausgeliefertseins, der Gefangenschaft, der Wehrlosigkeit.“). Dies und Deine Ergänzungen, soweit ich sie verstehe, haben mich beruhigt. Außer, dass es bei mir besser formuliert ist ;-), sehe ich weder zu Dir noch zu Wiki einen tragenden inhaltlichen Unterschied. Es mag sein, dass Du Dich am Begriff „Spielregeln“ störst, doch damit meine ich natürlich einen kontextersichtlichen massiven Bruch der Regeln des Zusammenlebens. Deine Differenzierung zu einem „charakterlichen Hass“ scheint mir etwas „zurechtdefiniert“, denn wenn wir nicht von einer genetischen Hasskonstitution ausgehen, ist ja jeder Hass durch Verletzungen (s.o.) erworben. Somit käme mir dies ein bisschen pleonastisch vor. Denkbar wäre natürlich ein in der Vergangenheit einer Person erworbener Hass gegen alles und jeden, aber ich denke das führt in unserem Zusammenhang nicht weiter. So, und nun kannste hoffentlich den Rest des Posts mit Gewinn lesen…
Löschen