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Katja Kipping, die Führerin der neuen Linken, jedenfalls der
Partei, die diesen Namen trägt, schalt kürzlich in einer Fernsehdiskussion Österreichs
Außenminister Sebastian Kurz: „Ihre europäische Lösung bedeutet Tränengas und
einen Schießbefehl gegen Menschen". Nun gut, so kann man es auch
formulieren, wenn man Oppositionspolitik auf Kanzlerlinie macht. Linke und CDU
in einem Boot? Mit unserem orthodoxen Verständnis von „links“ passt das so
wenig zusammen wie die Aktionen der Antifa, die sich immer mehr gegen
bürgerliche Freiheiten und die rechtsstaatliche Ordnung richten statt gegen das
kapitalistische System. Dieser Paradigmenwechsel von rechts und links in der
Realität und in unserer Vorstellung war hier schon vor einer Woche Thema, da aber noch als Aufarbeitung
des gängigen Verständnisses, heute soll es um die Transformation der Begriffe und
Inhalte gehen. In Kurzform vorweg: Karl Marx und Adolf Hitler würden sich im
Grabe umdrehen.
Die Beurteilung der gegenwärtigen Parteienlandschaft nach
dem alten Rechts-links-Schema versagt tatsächlich vollkommen. Die theoretisch
linken Grünen sind neoliberal (spätestens seit ein verflossener Vordenker eine
millionenschwere Oldtimersammlung in der Garage pflegte), wohlstandsbürgerlich und
kriegslüstern. Die CDU biedert sich bis zur Selbstaufgabe dem neulinken
Mainstream an und kultiviert das Führerprinzip
in Form einer GröFaZin
Merkel. Die
SPD stützt offen (seit spätestens Schröder!) den Umbau des Sozialstaates im
Interesse des Kapitals, und die Linke möchte einfach an der Macht partizipieren
und kann sich zumindest offiziell nicht zwischen Sozialismus und Gutmenschentum
entscheiden, obwohl sie längst aus farblosen Grünen besteht wie die Grünen aus
farblosen Neu-Linken.
Doch die Umwertung der Werte macht nicht nur vor Politikern
nicht halt, sondern ist längst im Zeitgeist angekommen. Heinz Theisen beschreibt das im Online-Portal
„Achse des Guten“ so: „Wer die europäische Leitkultur verteidigt, ist ,rechts’,
obwohl es sich um eine liberale Kultur der Freiheit und um eine soziale Kultur
der Gleichberechtigung handelt. Umgekehrt gelten islamische Bewegungen, obwohl
sie mehrheitlich autoritär und vergangenheitsorientiert sind und sich gegen
individuelle Freiheiten und Gleichheit der Geschlechter aussprechen, nicht als
,rechts’“.
Der HU-Soziologe Alexander Meschnig sieht das neue Linkssein jenseits einer Parteienzuordnung in einer allgemeinen
Dekadenz begründet, die sich als „feindselige Haltung gegenüber der eigenen
Gesellschaft und ihrer politischen Ordnung, bei gleichzeitiger Glorifizierung
alles ‚Fremden‘ zeigt.“ Er sieht darin einen Mangel an Selbstachtung und einem
Hass auf das Eigene. Diese Abwertung des Eigenen sei „tief in den kulturellen
Traditionen unserer protestantisch geprägten Schuldkultur“ verwurzelt. Zur
Neuformulierung der Religion als Niedergangsphänomen wurde in diesem Blog vor kurzem ganz Ähnliches gesagt.
Die Abkehr von linken Prinzipien ist für Linke also vor
allem ein psychologisches und dieses wiederum ein zeitgeistiges Phänomen. Sozialismus
oder Kommunismus spielen keine Rolle mehr, die über Folklore hinausgeht, und
die einst egalitäre Anarchie dient nur noch als Vorwand für Krawall. Soziale
Gerechtigkeit und unsoziale Herrschaftsverhältnisse sind unerheblich geworden.
Es geht stattdessen um so große wie schwammige Themen, also beispielsweise um Humanismus,
Gleichheit und Demonstrationsökologie ohne ökologischen Nachweis. Dazu gehört
natürlich auch der immer beliebter werdende „Kampf gegen Rechts“, mit dem sich
die Neu-Linken anscheinend selbst bestätigen wollen, dass sie doch irgendwie immer
noch Alt-Linke, also echte Linke sind. Das wirkliche neue Linksgefühl
aber fasste hier kürzlich ein Kommentar in seiner ganzen Plattitüdenhaftigkeit zusammen:
„Links ist offen, sozial und solidarisch“. Für wen und mit wem denn eigentlich,
gehörte das nicht dazu?
Die erklärten Linken sind natürlich nicht alleine ein Opfer
des Zeitgeistes geworden, denn auch das um linkssozialisierte „Normale“ wie
auch um „normale“ Bürgerliche erweiterte Spektrum denkt inzwischen in ganz
ähnlichen, eben neulinken Bahnen. Das ist bei Letzteren zwar ebenso doof, aber
deren gutes Recht, solange sie sich nicht selber links nennen. Die erklärten Linken
verraten jedoch ihre Herkunft und ihre ursprüngliche Klientel. Das war zwar
letztlich auch schon bei der alten Linken so, doch die lieferte wenigstens
einen ideologischen Überbau inklusive Verwirklichungsversprechen. Nur noch wenige
Linke, wie der Philosoph Peter Sloterdijk angesichts der Einwanderungspolitik, bekennen
sich jedenfalls noch zur „linkskonservativen Sorge um den gefährdeten sozialen
Zusammenhalt“.
Der Soziologe Max Weber hatte schon 1919 solche Denkweisen
ausgemacht. Er nannte den dafür verantwortlichen Typus des Intellektuellen ‚Gesinnungsethiker‘,
dem die Folgen egal sind, wenn nur die reine Lehre stimmt. Meschnig wendet das
auf die Gegenwart an: „Deutschland
besitzt, insbesondere im linken Spektrum, eine schier unerschöpfliche Quelle an
edlen Seelen, die in der Regel jegliche Verantwortung für ihre reine und hehre
Gesinnung anderen bzw. der Allgemeinheit übertragen, die dann mit den
unmittelbaren Folgen leben müssen. Ihre Positionen sind im besten Sinne
apolitisch, da sie in den meisten Fällen keinen Bezug zur Realität oder den
Friktionen der Realpolitik zeigen.“
Die neue Linke zeigt sich auch jenseits konkreter Thesen mental
und strukturell als runderneuert anpassungsfähig und auf der Höhe der Zeit. Wir
haben dabei sogar die historisch völlig neue Konstellation, dass die Linke
nicht mehr kollektiv orientiert ist, sondern individualistisch denkt und
handelt. Sie ist nur durch ein diffuses Gespinst von Memen miteinander
verbunden. Deshalb folgt sie auch keiner Ideologie mehr, sondern sucht sich
beliebige konkrete Ausformungen vager Grundmuster und ist dadurch auch
extrem leicht manipulierbar.
Hatte der klassische Linke noch den gewachsenen
ideologischen Apparat und bewährte Feindbilder als Argumentationshilfe im
Rücken, muss der Neu-Linke die Überlegenheit seines Denkens und, das ist neu:
seines Fühlens, mit einem unsystematischen ideologischen Kuddelmuddel begründen,
wobei die daraus erwachsende Unsicherheit durch besondere Aggressivität
ausgeglichen wird.
Auch die alte Rechte unterlag auf
dem Weg in die Gegenwart einer Transformation, allerdings in der Form, dass sie
mangels Masse und ideologischer Relevanz (fehlendes aktuelles Weltbild,
fehlende Anknüpfpunkte und mangelnde Organisiertheit) derzeit gar keine Rolle spielt.
Damit bricht den sich nur noch so nennenden Linken ein strukturgegebenes
Feindbild weg - und der Gesamtgesellschaft ein sich gegenseitig
neutralisierendes Gleichgewicht.
Die alte Rechte speiste ihre
ideologische Kompetenz noch aus dem nationalen Pathos eines zu spät gekommenen
Deutschlands, das in der Kaiserzeit der herrschenden Meinung und der Meinung
der Herrschenden entsprach. Es rekrutierte sich emotional und ökonomisch aus
der Demütigung Deutschlands durch diverse Siegermächte des Ersten Weltkriegs
und aus der Hybris des schnellen Aufstiegs des Landes zur Jahrhundertwende. Mit
dem Wirtschaftswunder und der liberalen Umgestaltung Deutschlands ist diesem
Denken der Boden komplett entzogen, eine Renaissance unmöglich.
Eine neue Rechte müsste sich erst
formieren und würde sicherlich Überfremdung und ökonomische Benachteiligung
Deutschlands durch die Institutionen des Postkapitalismus geltendmachen. Dennoch
argumentiert der „linke“ Mainstream mit einem fatalen Dyslogismus der
nationalen Frage: national = rechts. Doch nur weil die Rechten einen nationalen
Anspruch hatten, ist ein nationaler Anspruch noch lange nicht rechts. Und nur,
weil die (alten wie neuen) Linken einen menschenfreundlichen Ansatz verkünden,
sind sie noch lange nicht menschenfreundlich.
Rechts ist nach gängiger, wenn auch nicht
hinterfragter Definition also heute, wer nationale Gesichtspunkte in den
Diskurs einbringt und wer sich der Gleichheitsphilosophie widersetzt. Im
erweiterten Sinne ist aber jeder rechts, der nicht virtuellen, unerreichbaren
Zielen anhängt, sondern die Realität mit gesundem Menschenverstand auf
Wünschenswertes und Machbares
abklopft. Seine Verweigerung der kollektiven Illusionen macht ihn also erst zu
dem für die doch derzeit gegenpartsfreien Neu-Linken zum dringend benötigten Prügelknaben.
Die Wahrheit liegt unabhängig von
der Transformation von ‚links‘ und ‚rechts‘ unverändert in der Mitte. Das
bleibt auch unabhängig davon so, dass eine große Menge des gebildeten
Bürgertums und anhängender Opportunisten sich inzwischen über eine
Weltanschauung definiert, die hier mit „neulinks“ gelabelt wird. Wenn sich das
Volksbewusstsein (in meinem Buch „Chaos mit System“ heißt
das viel schöner „die Kollektive Kybernetische Kompetenz“) nach rechts oder
links bewegt, wandert die Mitte nur scheinbar mit. Eine Gesellschaft kann durchaus
ihre Mitte verlieren, ohne dass die Mitte an sich aufhört, für Vernunft,
Differenzierung und Ausgleich zu stehen. In unserem Kontext steht sie sowohl für
den Fortschritt, für die nationale und internationale Kooperation als auch für
das Bewahren von erworbenen Fähigkeiten, Werten und Errungenschaften. Mitte ist
eine Haltung und kein statistisches Phänomen.
Nach der neuen neulinken
Ideologie des Establishments wird die Mitte stattdessen als „rechts“
umdefiniert, um dem Missionierungs- und Beherrschungsdrang der neuen
Leitideologie mangels realer Feinde Opfer zu verschaffen. Die neue Linke
ist sozusagen gezwungen, sich eine neue Rechte zu schnitzen. Dies erklärt im
Rückblick die frühen Lichterketten in den neunziger Jahren, das hysterische
Getue um Verbote rechtsradikaler Splitterparteien oder um Terrororganisationen
in Skatrundendimensionen sowie das paranoide Erkennen und Bekämpfen faschistischer
Symbole in Teekannen
und Katzengesichtern.
Dies erklärt heute das Umdefinieren und
Denunzieren bürgerlichen Widerstands als wahlweise rechts, rechtskonservativ,
rechtspopulistisch oder rechtsradikal. Allesamt Begriffe, die denen, die sie
aussprechen, als Synonyme durchgehen, ohne jemals definiert zu werden, aber im
eigenen Bewusstsein oder auch öffentlich durch das Mem „faschistisch“ vereinheitlicht
werden. Das hat den praktischen Vorteil, dass man Andersdenkende als
Rechtskonservative bezeichnen und sie als Faschisten behandeln kann, ohne von
einem möglicherweise noch unabhängig denkenden Richter dafür belangt zu werden.
Endlich wähnen sich die jahrzehntelang
von der Wohlstandsgesellschaft des Westens gedemütigten Linken durch den nach
„links“ gewanderten Zeitgeist am Ziel ihrer Wünsche, ohne zu bemerken, dass sie
ihre Ziele auf dem Weg dorthin verloren haben. Der Zeitgeist ist nämlich nur im
Selbstverständnis der Zeitgeistigen links. Jenseits aller persönlichen
Interessen, fehlt der neuen Linksschickeria einfach die Fähigkeit und angesichts
der Größe der Welt auch die Demut, sich selbst und das eigene unheilvolle Tun zu
erkennen.
Wenn jemand wie die oben schon zitierte Katja
Kipping nach eigener Aussage so lange alle Flüchtlinge nach Deutschland lassen
will, bis sich die Lebensbedingungen auf der Welt angeglichen haben, lebt sie
eine ungehemmte Naivität aus. Wenn Neu-Linke nicht bemerken wollen, dass die
Inanspruchnahme von sozialen Leistungen durch Migranten, auf Kosten der Ressourcen
geht, die ihrer eigentlichen Klientel zugedacht waren, ist das Verrat. Wenn zur
Durchsetzung virtueller Ideen und schädlicher Ziele Schritt um Schritt die
Freiheitlichkeit und der Rechtsstaat zurückgedrängt werden, sind das Schritte
in eine totalitäre Staatsform, gegen die man ja gerade vorzugehen vorgibt.
Schlimmer noch: Die neue Linke besorgt inzwischen
direkt das Geschäft des globalisierten Kapitals, also des Postkapitalismus, wie
es in diesem Blog genannt wird, und merkt es (vermutlich) nicht. Beispielsweise
wird Protestpotenzial abgefedert, indem massenhafte Protestbewegungen initiiert
oder gefördert werden (Klimawandel, Kampf gegen Rechts, Genderpolitik,
Gleichheitsphrasen), die von den wahren Problemen der Regierten (Umverteilung, Sozialangst,
Demokratieverlust, schwindender Einfluss auf die Gesellschaft) ablenken.
Ebenso wird ignoriert, dass die Massenmigration, wenn diese nicht sogar
von den globalisierten Volksfeinden mit voller Absicht losgetreten worden sein
sollte, diesen doch zumindest äußerst nützlich bei der Zerstörung der
Sozialsysteme und für die kurzfristige Aufrechterhaltung ihres geliebten wirtschaftlichen
Wachstums ist.
Es gibt tatsächlich auffällig
viele Parallelen zwischen dem Denken der Neu-Linken und der
Neoliberalen, die vom historischen Anspruch her eigentlich Todfeinde sein
müssten. Um nur einige weitere Beispiele zu nennen: Verschweigen oder
Ignorieren von sozialen Problemen, Schüren derselben Feindbilder auf nationaler
und internationaler Ebene, Ausschütten eines Füllhorns humanistischer Phrasen,
Fördern der Freiheit des Individuums bei gleichzeitigem Unterdrücken
freiheitlicher Strukturen sowie der Meinung von Andersdenkenden, Verteilen der
Lasten und Folgen auf den Mittelstand, Bestärken von Globalisierung und
Internationalismus (also des Aufgebens und Beseitigen nationaler Sonderwege)
und schließlich das Minimieren von Leistungsbereitschaft, Fähigkeiten und
Ausdruckmöglichkeiten der Bevölkerung.
Zuletzt hinzugekommen ist nun also die Strategie
der unbegrenzten Einwanderung. Neu-Linke und Neoliberale pflegen den
Kosmopolitismus, der eine naiv und der andere berechnend. Die neue Linke ist
der Steigbügelhalter eines international operierenden und deshalb keinerlei
nationalen Interessen (und damit der in einem Land lebenden Menschen)
verpflichteten Kapitals.
Machtpolitisch könnte man diese
Katastrophe also eine Win-win-Situation nennen. Selbst die Herrschenden haben dabei
interessanterweise zum großen Teil dieses neulinke Denken eines
realitätsfeindlichen Humanismus verinnerlicht.
Herrschende haben eben ein Gespür dafür, welches Denken sie kultivieren müssen,
um davon profitieren zu können. Es gibt natürlich auch, vermutlich besonders in
den höheren Etagen, knallharte Strategen, die mit neulinker Phrasenwirtschaft
nichts am Hut haben und intuitiv oder bewusst die Schwächen dieses neuen
Denkens ausnutzen. Die alten Mächtigen haben so und so mit den neuen Linken
einen Juniorpartner gefunden, um als Mühlsteine des Schicksals die Menschen und
ihre Kultur in einem Maße zu zermalmen, wie es die Geschichte noch nicht gesehen
hat.

"Der Schauplatz dieser Revolution des Lebens, ihr »Grund« zugleich und ihr Ausdruck ist die Großstadt, wie sie in der Spätzeit aller Kulturen sich zu bilden beginnt. In dieser steinernen und versteinernden Welt sammelt sich in immer steigendem Maße entwurzeltes Volkstum an, das dem bäuerlichen Lande entzogen wird, »Masse« in erschreckendem Sinne, formloser menschlicher Sand, aus dem man zwar künstliche und deshalb flüchtige Gebilde kneten kann, Parteien, nach Programmen und Idealen entworfene Organsisationen, in dem aber die Kräfte natürlichen, durch die Folge der Generationen mit Tradition gesättigten Wachstums abgestorben sind, vor allem die natürliche Fruchtbarkeit allen Lebens, der Instinkt für die Dauer der Familien und Geschlechter. Der Kinderreichtum, das erste Zeichen einer gesunden Rasse, wird lästig und lächerlich. Es ist das ernsteste Zeichen des »Egoismus« großstädtischer Menschen, selbständig gewordener Atome, des Egoismus, der nicht das Gegenteil des heutigen Kollektivismus ist - dazwischen besteht überhaupt kein Unterschied; ein Haufen Atome ist nicht lebendiger als ein einzelnes -, sondern das Gegenteil des Triebes, im Blute von Nachkommen, in der schöpferischen Sorge für sie, in der Dauer seines Namens fortzuleben.
AntwortenLöschenAber der Verfall der weißen Familie, der unentrinnbare Ausdruck großstädtischen Daseins, greift heute um sich und verzehrt die »Rasse« der Nationen. Der Sinn von Mann und Weib geht verloren, der Wille zur Dauer. Man lebt nur noch für sich selbst, nicht für die Zukunft von Geschlechtern. Die Nation als Gesellschaft, ursprünglich das organische Geflecht von Familien, droht sich von der Stadt her in eine Summe privater Atome aufzulösen, deren jedes aus seinem und dem fremden Leben die größtmögliche Menge von Vergnügen - panem et circenses - ziehen will. Die Frauenemanzipation der Ibsenzeit will nicht die Freiheit vom Mann, sondern vom Kinde, von der Kinderlast, und die gleichzeitige Männeremanzipation die von den Pflichten für Familie, Volk und Staat. Die ganze liberal-sozialistische Problemliteratur bewegt sich um diesen Selbstmord der weißen Rasse.
Die Folgen liegen vor unseren Augen. Die farbigen Rassen der Welt waren bisher doppelt so stark wie die weißen. Aber ... Indien hat 1921-31 um 34 Millionen zugenommen. In Afrika werden die Neger bei ihrer ungeheuren Fruchtbarkeit sich noch gewaltiger vermehren, seitdem die europäische Medizin dort »eingebrochen« ist und die starke Auslese durch Krankheiten verhindert. Demgegenüber haben Deutschland und Italien einen Geburtenüberschuß von weniger als einer halben Million, England, das Land der öffentlich empfohlenen Geburteneinschränkung, weniger als die Hälfte davon, Frankreich und das alteingesessene Yankeetum der Vereinigten Staaten (ebenso das weiße Element in Südafrika und Australien) keinen mehr. Das letztere, die bisher herrschende »Rasse« germanischer Prägung, schwindet seit Jahrzehnten rasch dahin. Die Zunahme der Bevölkerung liegt ganz auf Seiten der Neger ....“
Etwas vom Barbarentum der Urzeit muß noch im Blute liegen, unter der Formenstrenge alter Kultur, das in schweren Zeiten hervorbricht, um zu retten und zu siegen. - Dies Barbarentum ist das, was ich starke Rasse nenne, das Ewig-Kriegerische im Typus des Raubtieres Mensch. (Ich wiederhole: Rasse, die man hat, nicht eine Rasse, zu der man gehört. Das eine ist Ethos, das andere - Zoologie.). Es scheint oft nicht mehr da zu sein, aber es liegt sprungbereit in der Seele. Eine starke Herausforderung, und es hat den Feind unter sich. Es ist nur dort erstorben, wo der Pazifismus der späten Städte seinen Schlamm über die Generationen wälzt, den müden Wunsch nach Ruhe um jeden Preis, ausgenommen den des eigenen Lebens. Das ist die seelische Selbstentwaffnung nach der leiblichen durch Unfruchtbarkeit
Oswald Spengler, Jahre der Entscheidung, 1933
Ich muss mich als Spengler-Fan outen, auch wenn er manchmal (speziell bei naturwissenschaftlichen Gedanken) ziemlich danebengegriffen hat. Aber viele seiner Ideen sind wertvoll.
LöschenWenn Spengler geahnt hätte, dass der kleine Geburtenüberschuss der europäischen Länder sich sogar ins Negative verkehrt hat... und dass, wenn man dieses Thema anspricht, man sowohl von "rechts" als auch von "links" geprügelt wird (in Anführungszeichen, weil die Verortung immer schwieriger wird)...
Jedenfalls läuft es mir bei solchen prophetischen Sätzen eiskalt den Rücken runter. Seine Sprache ist heute nur noch schwer erträglich, aber wenn man sie übersetzt, Rasse nicht als Rasse im NS-Sinne, sondern als über Generationen übertragene und tief verankerte Verhaltensweisen (Giorgio Florita), wird der Text wieder aktuell. Werte wie Bescheidenheit und Ehrlichkeit werden durch Gier, Betrug, Konsumwahn, Naturzerstörung ersetzt.
Die Kritiker der Linken sollten sich nur fragen, ob ihre eigenen Werte irgendwie besser sind, oder ob sie sich an kritischen Stellen, insbesondere beim "Recht auf Konsum" mit der bösen "Verbotskultur" der Linken herausreden.
Ganz hervorragender Artikel und ein sehr wichtiger Kommentar von "GUSTAV" . Der große Geist von OSWALD SRENGLER sollte uns alle aufrütteln . Solche Geister fehlen uns heute , wurden unterdrückt und verunglimpft .Heute herrscht das minderwertige , zum Abstieg und Selbstmord führende Denken im Deutschen Volk . Der ABSCHAUM hat das Denken gekapert .
AntwortenLöschenMarx würde sich fürwahr im Grabe herumdrehen. Der linke Internationalismus wird von den Heutelinken in ihrem Wirken klar missbraucht. Im linken Internationalismus ging es IMMER um die Unterstützung von Menschen vor Ort und Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen in ihrem eigenem Land und niemals um Umsiedlungen von irgendwoher z.B. nach Deutschland. Was hier und heute von den sogenannten Linken praktiziert wird, ist Gossenlinks und der Run an die Futtertöpfe. Mehr nicht.
AntwortenLöschenIch persönlich schätze, als alter Verschwörungsfutzi, dass wenn Adi und Karli sich im Grabe drehen, sie das tatsächlich beide, und im Ventilatortakt, jedoch aus Freude tun, da die durch beide transportierten Ideen heute erst so richtig fruchten.
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