Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 9. Februar 2013

Weggedacht durch Medienmacht

An die Spitze geschrieben ...
Die Brüderle-Affäre bringt immer neue Untaten ans Licht. Die Medien wälzen dafür die Archive, um ihre Kampagne gegebenenfalls mit neuen Brüderles verlängern zu können. Auch wenn die Fundstücke bisher so wenig überzeugen können, wie der Fall Brüderle an sich, gibt es doch einen wirklich herben Vorfall: Im Herbst stand in einem Porträt der CSU-Agrarministerin Ilse Aigner zu lesen: „Bodenständig ist sie geblieben, und dirndltauglich ist sie eh.“ Dass die Autorin dieser Zeilen in der Illustrierten „Stern“ auf den schönen Namen Laura Himmelreich hört, hat die Lawine heuchlerischer Empörung aber nicht dämpfen können. Immer mehr offenbart sich, dass wir es hier tatsächlich mit einem Skandal zu tun haben, doch nicht mit einem sexistischen, sondern mit einem der Medien selbst. Wir sehen, dass die Medien immer weniger Skrupel haben, ihre selbstgestrickte Wirklichkeit den Menschen folgenreich als Wahrheit zu verkaufen. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht.

Samstag, 2. Februar 2013

Sex-ist Mist

"Antisexistischer Schutzwall"
Grafik: C.Pontenagel
Unerhört, was dieser Brüderle von sich gegeben hat: „Manche glauben, wir wären das schwache Glied in der bürgerlichen Regierung“. Mit solchen männerfeindlichen Synonymen wollen wir nichts zu tun haben, wir fordern den Zwangsaustritt aus der FDP und die Deportation nach Hamburg. Möge er dort sein Himmelreich finden. So, das könnte der Post für heute gewesen sein. Doch weil das für Konrad Kustos' Blog eindeutig zu kurz wäre (Achtung: 'kurz' ist hier keine sexistische Anspielung), reden wir noch etwas über den vorangegangenen Brüderle-Fauxpas, über Dirndl, Kultur und kollektive Mundtotmachung und dessen Folgen für unser Zusammenleben.

Samstag, 26. Januar 2013

Unwort-Unart


Wer einem „Opfer-Abo“ zum Opfer fällt, für den kommt jede „Rettungsroutine“ zu spät. Dieser Satz ist nicht die Weisheit eines geistig Behinderten (oder politisch-korrekt korrigiert: eines „Menschen mit besonderen Fähigkeiten“), sondern eine typische Sprachoptimierung im Zeichen des Niedergangs. Beide Begriffe sind die jüngsten Unwörter und Wörter des Jahres - und eigentlich auch wechselseitig verwendbar. Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat so entschieden, und die will es ja wissen. In Wirklichkeit will sie natürlich nicht der Sprache dienen, sondern in den Medien präsent sein, und deswegen ist sie sich auch für keine Dämlichkeit zu schade. Interessant ist, dass sich aus den Wortschöpfungen dieser Gesellschaft einerseits ablesen lässt, welchem politischen Duktus man folgen muss, um gehört zu werden, und andererseits, welche neue Sprache sich interessierte Kreise zu schnitzen versuchen, um ihr Regime auch ideologisch unangreifbar zu machen.

Samstag, 19. Januar 2013

Deportation, das hatten wir schon

In Amsterdam haben sie einst schlimme Erfahrungen mit Deportationen gemacht, deshalb könnte man da Sensibilität erwarten. Stattdessen erfahren wir jetzt, dass schon in diesem Jahr Menschen wegen leichterer Vergehen, vor allem aber wegen der falschen Gesinnung deportiert werden sollen. Vielleicht ist genau dies der Moment von dem Historiker sagen werden, dass die Entwicklung einer völlig neuen Form von Totalitarismus in eine entscheidende Phase getreten ist. In jedem Falle haben sich die Holländer damit vom Rechtsstaat verabschiedet - und das versteckt hinter der Maske des politischen Edelmuts. Und wenn das in einem mitteleuropäischen Land bereits möglich ist, wissen wir auch, dass diese Form der staatlichen Willkür in Deutschland nicht weit ist.

Samstag, 12. Januar 2013

Unnatürlich natürlich

Quelle: ARD
Seit einiger Zeit wissen wir, dass nicht nur Schokolade Fett enthält, sondern auch alkoholfreies Bier Alkohol. Die Verbraucherschützer von Foodwatch outeten in vorbildlicher Weise Clausthaler und Konsorten und fand bis zu 0,45 Volumenprozent Alkohol. Man mag gar nicht an die Prozesslawine denken, die es geben würde, hätten wir schon die 0-Promille-Regelung für Autofahrer, denn dann könnte man sich ja mit 20 Clausthalern subjektiv legal einen Rausch antrinken. Wir lernen daraus jedenfalls - und dazu brauchen wir ausnahmsweise mal keine Quantentheorie -, dass man nie weiß, was drin ist. Das gilt erst recht für all die Pillen und Tinkturen, die die Wohlfühlindustrie des Niedergangs zusammengerührt hat, denn die schleichen sich mittels des scheinbaren Gütezeichens „Natürlich“ unter unseren Skeptiker-Verteidigungslinien hindurch.

Montag, 7. Januar 2013

Nach-Gedacht: Wasser


Ein bekanntes Phänomen: Die Realität kommt schneller beim Bürger an als bei der Politik -und erst recht bei der EU. Erst am Sonnabend wurde hier berichtet, mit welch absurden Plänen die EU von 2014 an die Menschen zwingen will, Wasser zu sparen, das in Wirklichkeit überreichlich vorhanden ist. Heute meldet die Berliner Presse, dass die Schäden, die durch steigendes Grundwasser verursacht werden, in der Hauptstadt mit jährlich 90 Millionen Euro bekämpft werden müssten. Die Betonung liegt auf „müsste“, denn die Stadt wird die Kosten auf die betroffenen Bürger abwälzen.

Samstag, 5. Januar 2013

WasserschEU

Grafik: C.Pontenagel
Die mit allen Wassern gewaschene Europäische Union hat uns schon mit vielen Dingen überrascht. Mit Butterbergen und Finanzlöchern, mit einer Förderung für Schneekanonen auf Bornholm und mit dem Austausch bewährter Leuchtmittel gegen so giftigen wie dysfunktionalen Ersatz. Nun setzt sie zum neuen Schlag (ins Wasser) gegen den Menschen und seinen gesunden Menschenverstand an. Duscharmaturen und Brauseköpfe sollen Par Ordre De Multi vom freien Durchfluss befreit werden. Wasser sei eine kostbare Ressource wenigstens in Süditalien, und da die EU bekanntermaßen für Gerechtigkeit steht, wird die neue Regelung auch im feuchten Deutschland eingeführt, wo regelmäßig Keller im steigenden Grundwasser absaufen.