Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 11. Mai 2013

Arbeitende Arme - Arme Arbeitende

Die Grünen, die mit ihrem Kumpel Gerhard Schröder einst die Minijobs eingeführt haben, wollen diese nun auf 100 Euro im Monat begrenzen. Nach der Logik des Systems müssen dann demnächst wohl die „kurzfristig Beschäftigten“, wie sie offiziell heißen, für ein Viertel des bisherigen Stundenlohns arbeiten. Okay, das ist Sarkasmus, aber der ist auch angebracht, angesichts der Tatsache, dass mit den Minijobs ein zweiter Arbeitsmarkt entstanden ist, der keineswegs wie behauptet, die Brücke zur Vollbeschäftigung schließen hilft, sondern basierend auf wirtschaftlicher Not, ein Heer von rund sieben Millionen Menschen mit Minilöhnen und maximaler Verfügbarkeit ermöglicht hat.

Samstag, 4. Mai 2013

Spar mal war mal

Die Schulden der EU-Staaten sind im vergangenen Jahr noch einmal kräftig gestiegen, meldet die der EU eigene Statistikbehörde Eurostat. Vor allem Griechenland verfehlt die Sparziele völlig. Nanu? Hat man uns nicht erzählt, wenn die Hauptschuldner nur emsig sparen, werde es eine Konsolidierung der Euro-Finanzen geben? Nur deshalb hatte der Milliarden-Rettungsschirm überhaupt eine argumentative Grundlage (trotz seiner hanebüchenen Finanzierung). Diese „Nanu-Frage“ ist natürlich eine rhetorische, wussten wir dank der Rechenbeispiele einiger kluger EU-Skeptiker doch jederzeit, dass eine Konsolidierung beispielsweise Griechenlands angesichts der Produktionsdefizite und der Progression der Gesamtverschuldung rein rechnerisch gar nicht möglich ist. Die entscheidende Frage ist also: Warum haben sich die EU-Schamanen zu einer so offensichtlichen Lüge hinreißen lassen?

Montag, 29. April 2013

Nach-Gedacht: Arbeit macht krank


Manchmal ist Konrad Kustos der allgemeinen Erkenntnis nur einen kleinen Schritt voraus. Gerade wurde hier reflektiert, dass Arbeit krank macht, da hat das die offizielle Statistik auch schon herausgefunden: Arbeit macht krank, ziemlich oft sogar todkrank.

Samstag, 27. April 2013

Export ist Mord

Mit Euro Arm dran?
Zypern ist also gerettet. Zypern? Wäre es sonst im Meer versunken oder von der Landkarte gestrichen worden? Wäre es gar verschwunden, auf Knopfdruck wie die aus „Lost“ bekannte Insel? Nö, zwei Banken hätten pleite gemacht und damit verwüstete Staatsfinanzen noch ein bisschen mehr verwüstet. Moralisch, wie wir sind, haben wir Zypern (besser: seine Bankwirtschaft) trotzdem gerettet, d.h. der Bundestag hat das mit seinem demokratischen Votum getan, wir Normalos müssen es nur bezahlen. Allerdings ist das, wie man immer wieder von Herrn Gysi und anderen Experten hören muss, auch zu unserem Besten, denn Zyperns Einbindung in den Euro erhöht ja unseren Auto-Export. Unseren? Also Konrad Kustos hat noch kein einziges Auto nach Zypern geliefert.

Samstag, 20. April 2013

Alternativ zum Mief

Die Feinde meiner Feinde sind ja eigentlich tendenziell meine Freunde. Was macht man aber, wenn eine neue Partei gegen das politische Establishment antritt und den unseligen Euro ins Visier nimmt, die ansonsten leider für eine Wirtschaftspolitik steht, die derart dreist nicht einmal vom herrschenden Einheitsparteienkonsortium umgesetzt wird? Die Rede ist natürlich von der „Alternative für Deutschland“, die sich am vergangenen Sonntag gegründet hat und die der erste ernsthafte Versuch seit Einführung des Euro ist, einen erheblichen latenten Widerstand erfolgreich zu bündeln. Darf man also, um zur Kernfrage zurückzukommen, den Teufel mit Beelzebub austreiben? Eine Frage, der wir uns nur kybernetisch nähern können. Einen Hinweis liefert die Gülle, mit der die AfD aus Anlass ihrer Gründung vonseiten der Presse und der etablierten Parteien überschüttet wurde.

Samstag, 13. April 2013

Sanktionen, die sich lohnen

In einer Welt der steten Verwirrung hat es beinahe etwas Beruhigendes, wenn sich etwas kontinuierlich verhält. Neben wachsenden Lebenshaltungskosten fallen uns da spontan die Müllberge und die Dummheit ein. Eine weitere Konstante, die immerhin Millionen Menschen betrifft, wird von der Öffentlichkeit aber weitgehend ignoriert: Seit etlichen Jahren steigen die Sanktionen gegen erwerbsfähige Hartz-IV-Empfänger jährlich im zweistelligen Prozentbereich. Im vergangenen Jahr wurde nun die Millionengrenze geknackt und damit eine neue Rekordmarke gesetzt bei der Ausgrenzung eines erheblichen Teils unserer Gesellschaft. Ihr seid (noch) nicht betroffen und haltet das deshalb für unwichtig? Hoffentlich zumindest dann nicht mehr, wenn sich daran beispielhaft eine neue Facette der geistig-moralischen Verfassung Deutschlands zeigen lässt.

Samstag, 6. April 2013

Rosa-Zukunft

Angela Merkel hat sie nicht, denn sie muss in nächtelangen Sondersitzungen die Europäische, die Christlich-demokratische oder ihre persönliche Union retten. Günther Jauch hat sie nicht, denn er muss ununterbrochen die Intellektualität der Fernsehunterhaltung und nebenbei noch die Potsdamer Stadtlandschaft retten. Denis Scheck und Dieter Moor haben sie nicht, denn sie müssen die Kultur nach ihrem Gusto vor allen Missetätern retten. Konrad Kustos hat sie erst recht nicht, denn er muss wöchentlich die Welt ein bisschen vor dem Niedergang retten. Was mag dieses kostbare Gut sein, das uns allen fehlt? Es ist natürlich die Zeit, die umso flüchtiger wird, je mehr wir von ihr haben. Dass diese Knappheit an Zeit aber keineswegs eine Folge des Tuns notwendiger Dinge ist, sollte schon die anfängliche Aufzählung nachgewiesen haben, vielmehr handelt es sich um ein Strukturproblem der Niedergangsgesellschaft.