Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Nach-Gedacht: Grüne Gründerzeit

Soeben faszinierte uns der grüne Europa-Abgeordnete Michael Cramer mit seinem Vorschlag, die Belieferung der Millionenstadt Berlin weitestgehend Rikschafahrern zu überlassen. Als Belohnung für diese intellektuelle Großtat hat Europas Elite ihn nun zum Vorsitzenden des Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments gewählt. Wenn das nicht ein neuer Beleg für das Paul-Prinzip ist, nach dem jeder in der Hierarchie nur steigen kann, wenn er seine Inkompetenz hinreichend nachgewiesen hat. Cramer schreibt bei Facebook: „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen, die mich in Zukunft erwarten.“ Diese Freude ist ganz seinerseits. Doch dass die Grünen nicht nur einen Kasper haben, sondern ein ganzes Kasperletheater sind, zeigt zeitnah ein youtube-Spot grüner Europa-Abgeordneter, der jeden, der ihn gesehen hat, fassungslos zurücklässt. Besonders Terry (rechts) ist die Inkarnation des Fremdschämens. Schon als normaler Bürger wäre Terry ein Schlag ins Gesicht der gesamten Menschheit, aber solche Leute dürfen nun über unser Schicksal mitbestimmen. Tun wir also, was uns noch bleibt: Lachen wir! Dabei hilft vielleicht auch eine Version des Auftritts aus kabarettistischer Sicht.

Samstag, 5. Juli 2014

Neues Lied-Leid

Bildkomposition: C.Pontenagel
Dass Musik eine vernichtende Wirkung entfalten kann, versicherte uns schon das Alte Testament mit seiner Geschichte von den Posaunen von Jericho. Auch aus eigener Erfahrung kennen wir die schweren psychischen Störungen, die beispielsweise Heinos Interpretation von „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ oder Rapmusik in der Nachbarwohnung auslösen kann. Neu ist die Information, dass die britische Handelsmarine Musik von Britney Spears nutzt, um damit vor der Küste Somalias Piraten zu vertreiben. Im Nachhinein stellt sich nur die Frage, warum man da nicht eher drauf gekommen ist. Immer wieder wird Musik aber auch politisch instrumentalisiert. Erst kürzlich wurde hier auf die famose Performance von Conchita Wurst beim ESC hingewiesen, die einerseits unser Gehirn für neue Denkweisen öffnen konnte und andererseits zur antirussischen Propaganda genutzt wurde. Wie Musik bisweilen auch in den Mühlen der Political Correctness zermahlen werden kann, zeigte der Skandal um den verhinderten Echo-Auftritt der Tiroler Heimatband „Freiwild“. Schon am 25. September 2011 hatte ein ähnlicher Vorfall die Aufmerksamkeit von Konrad Kustos gefunden:

Dienstag, 1. Juli 2014

Nach-Gedacht: Zurück in die Zukunft


Manchmal ist es faszinierend, wie schnell Kustos-Themen von der Wirklichkeit eingeholt werden. Gerade erst wurde hier unter dem Titel „Zurück in die Zukunft“ darüber geklagt, wie Obrigkeitsdenken und Gutmenschentum die selbstregulierenden Kräfte einer Gesellschaft aus den Angeln heben will. Es ging um Berliner Milieuschutzgebiete, in denen derzeit geltendes Recht mit Hilfe lokaler Doktrinen außer Kraft gesetzt wird, um die Mieten der Anwohner auf Kosten von Wohnungseigentümern und Stadtentwicklung zu deckeln. Nun setzt die Berliner SPD noch einen drauf, indem sie in diesen „sozialen Erhaltungsgebieten“ auch die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen untersagen will. Das ist nicht nur ein Angriff auf das Eigentumsrecht und damit auf die freiheitliche Marktwirtschaft, sondern ein Angriff auf die Grundlagen unserer freiheitlichen Ordnung.

Samstag, 28. Juni 2014

Toren an den Toren

Kann bei der Weltmeisterschaft eigentlich auch ein Foul an sich selbst mit einer gelben oder roten Karte bestraft werden? Was wäre, wenn ein Schütze sich vor dem Elfmeter genüsslich die Unterarme ritzte? Oder sich gar für einen missglückten Pass geißelte? So weit sind wir zwar noch nicht, aber wo wäre der qualitative Unterschied zur Ansicht der Verstümmelung der eigenen Haut, den uns eine große Zahl kickender Ornament-Tapeten Spiel um Spiel zumutet? Unabhängig von der Stellung, die man zur dauerhaften Beschriftung der eigenen Haut einnimmt, bleibt spätestens seit diesem Fußball-Event zu konstatieren: Das Tattoo ist nicht mehr bloß ein Erkennungsmerkmal gesellschaftlicher Außenseiter wie früher, sondern ist im Mainstream sowohl des Jetsets als auch der Allgemeinheit angekommen. Das aber hat Gründe, die zu kennen wichtiger sind, als eine Minderheit zu verurteilen, die auf dem Weg zur Mehrheit zu sein scheint.

Samstag, 21. Juni 2014

Zurück in die Zukunft

Zeichnung: H. Zille (1858-1929)
Berlin ist bekannt für „Zille sein Milljöh“. Der in der Stadt kultisch gepflegte volksnahe Maler Zille zeigte in seinen Zeichnungen, dass auch unter den elenden Lebensbedingungen des Proletariats der vorvorigen Jahrhundertwende Würde und Menschlichkeit möglich waren. Die Zeiten haben sich geändert, die Lebensbedingungen verbessert. Das ermöglichte ein evolutionärer wirtschaftlicher Prozess, der von manchen gern als Kapitalismus beschimpft wird. Während aber nun der mehr oder weniger funktionierende Kapitalismus mehr und mehr zum ausbeuterischen, globalisierten Postkapitalismus verkommt und es dadurch auch mit dem Milieu wieder bergabzugehen droht, glauben lokalpolitische Romantiker dem Milieu mit realitäts- und evolutionsfernen Versuchen obrigkeitsstaatlicher Steuerung nachhelfen zu müssen. Paradoxerweise wähnen sie sich dabei auf Seite der Guten, wenn sie Sanierung und Modernisierung behindern, also sozusagen Zilles Milljöh der Ärmlichkeit mit Milieuschutz-Verordnungen festschreiben.

Samstag, 14. Juni 2014

Verbote verbieten

Grafik: C.Pontenagel
Freiheit ist ein dehnbarer Begriff. Eine Karte im Internet führt überhaupt nur sechs freie Länder auf, darunter die Schweiz, Kanada, Chile und die Mongolei. Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass hier eine „wirtschaftliche Freiheit“ zu Grunde gelegt wurde,  also das Kriterium, dass jeder machen kann, was er will, aber nur wenn er Geld investiert. Andere Karten haben nach so komplizierten wie undurchsichtigen Indizes andere freie Länder ausgemacht. Freiheit ist anscheinend auch schwer greifbar. Um herauszubekommen, was Freiheit für die Menschen in Deutschland bedeutet, haben Heidelberger Wissenschaftler einen repräsentativen Freiheitsindex für Deutschland errechnet. Danach wünschen sich die Deutschen vor allem mehr Verbote, egal ob aus Berlin oder aus Brüssel - und das gibt zu denken.

Samstag, 7. Juni 2014

Grüne Gründerzeit

Wenn eine Eigenschaft das Christentum durch die Jahrhunderte seiner Existenz begleitet hat, dann ist es die Lustfeindlichkeit. Was Spaß macht, ist gottlos, es sei denn, es dient der Fortpflanzung. Aufbauend auf dieser kulturellen Prägung sind die Grünen nahtlos an die Stelle altmodisch gewordener Heilsversprechungen getreten. Autofahren, Süßigkeiten, Rauchen im Biergarten und Ponykarussells auf Jahrmärkten - es gibt kaum ein Verbot, das Grünenpolitikern nicht einfiele, um unser Leben im Interesse der von ihnen definierten „gerechten Sache“ zwar ärmer, aber dafür noch gerechter zu machen. Es soll allerdings nicht geleugnet werden, dass Konrad Kustos mit einigen dieser Verbotsbestrebungen durchaus sympathisiert, beispielsweise hinsichtlich verkaufsoffener Sonntage und der Umweltverschmutzung durch unentgeltlich ausgegebene Plastiktüten. Und manchmal versuchen sich die Grünen sogar an konstruktiven Vorschlägen - doch wie unsicher man auf dieser terra incognita agiert, zeigt das Beispiel des Europa-Grünen Michael Cramer, der die Güterversorgung von Großstädten jetzt auf Lasträder umstellen will. Oder ist alles genau so beabsichtigt...?