Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 15. November 2014

Von Einem zuviel

Wenn sich Absurditäten ballen, muss einem Text zur an sich völlig banalen Einemstraße sogar noch ein weiterer zur Seite gestellt werden. Am Ende des vergangenen Jahres hatte Gastkommentator Bernhard Kempen gnadenlos den politisch-korrekten Willkürakt bloßgestellt, der seine Wohnstraße mit einem neuen Namen bedachte. Aus der handlichen Einemstraße wurde nämlich damals das Vier-Wörter-Ungetüm „Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße“, das nur dank konsequenter Schmalschreibung überhaupt auf die Straßenschilder passt. Politisch war der Wechsel vom preußischen Militaristen zum Vorkämpfer der Schwulenbewegung durchaus nachvollziehbar, doch Kempen fand selbst als Angehöriger der in dieser Gegend ansässigen Berliner Schwulenszene sowohl den Aufwand als auch das Ergebnis lächerlich. Lächerlich gewiss, aber selbst das blieb nur die halbe Lachnummer: Weil sich die Bezirkspolitikfürsten in ihren eigenen Regeln zur Neuerfindung der Welt verhedderten, gibt es jetzt tatsächlich beide Straßennamen gleichzeitig.

Samstag, 8. November 2014

Rechts-Empfindung

Bei Demonstrationen umgekippte Polizeiautos haben in Deutschland eine lange Tradition. Zu diesen schamgebietenden Routinen gehören auch brennende Autos, verletzte Polizisten, Barrikaden, Sprengkörper und dergleichen. So etwas wurde aber bisher aus Gründen gewohnheitsmäßiger Übersättigung in den Nachrichten meist als Event irgendwo zwischen Vulkanausbruch und Lottozahlen gemeldet. Politisch ist diese Gewalt schon lange kein Thema mehr, denn sie ist fast immer links und deshalb in der Bundesrepublik seit der Studentenbewegung traditionell ein Kavaliersdelikt. Nun aber wurde in Köln ein weiteres Mal ein Bully umgekippt, und dieser eine Vorfall im Rahmen der sogenannten Hooligan-Demo musste in der medialen Endlosschleife immer und immer wieder dafür herhalten zu suggerieren, dass die rechte Machtergreifung kurz vor der Tür steht. Wäre in Köln wirklich relevant Schlimmes passiert, hätte man uns das sicher nicht vorenthalten, doch der Mainstream und sein willfähriger Journalismus nimmt, was er hat, um sein virtuelles Bild der Welt zu festigen. Er erkennt aber auch alarmiert, dass die Vorgänge in Köln, so harmlos sie auch gewesen sein mögen, für einen dramatischen Paradigmenwechsel in der Geschichte des Niedergangs stehen.

Samstag, 1. November 2014

Gute Grün(d)e?

Die Grünen haben es geschafft. In einem siebenseitigen Papier haben sie sich programmatisch vom Veggie-Day (Altmeister Trittin: „Es schärft das Bewusstsein und erweitert die Speisekarte, wenn wir in öffentlichen Kantinen einen Tag haben, an dem man sich fleischlos ernährt.“) losgesagt. Jedenfalls hat das die Führungsspitze getan, das Parteivolk darf demnächst abnicken. Sieben Seiten für ein absurdes Theaterspiel, das es überhaupt nur geben konnte, weil die Grünen zuletzt zu viele Absurditäten hatten Realität werden lassen wollen. Weil der Wähler der rechthaberischen Verbotspolitik die rote Karte gezeigt hatte, wird nun parteiamtlich zurückgerudert. Es wäre jedoch naiv, dies für einen Bewusstseinswandel statt einer neuen Wahlstrategie zu halten. Da opfert man lieber einen Veggie-Day als das stadtflächendeckende Tempo 30 oder die Nullpromillegrenze.

Samstag, 25. Oktober 2014

Qualmen für den Frieden

Als überzeugter Nichtraucher kann man sich darüber freuen, dass in Europa nur noch 28% der Menschen rauchen und dass man in Restaurants nicht mehr zugequalmt wird. Als überzeugter Freund der Freiheit gruselt es einem, mit welchen Methoden dieser Zustand erreicht wurde. Raucher werden inzwischen als Menschen zweiter Klasse stigmatisiert und auch dort an der Ausübung ihrer Laster gehindert, wo es nicht oder kaum andere tangiert. Ein Berliner CDU-Abgeordneter hat gerade erfolgreich das Sommerloch gefüllt, indem er ein Rauchverbot an Bushaltestellen forderte. Spätestens 2017 soll der bestehende Verbotekatalog EU-weit durch einen Katalog des Schreckens ergänzt werden. Für Schadenfreude langezeit getriezter Nichtraucher ist schon deshalb kein Platz, weil diese Verbotskultur an der freiheitlichen Denkweise rüttelt.

Samstag, 18. Oktober 2014

TISA-Taser

Trotz aller Geheimhaltungsversuche, trotz des Verschweigens durch die Medien, trotz aller ersatzweise entzündeten Nebelkerzen hat zumindest ein kleiner Teil der deutschen Bevölkerung mitbekommen, dass unter dem Namen TTIP ein nie dagewesener ökonomischer Angriff sowohl auf den Sozialstaat einerseits als auch auf unsere bisherige Form marktwirtschaftlichen Wirtschaftens andererseits bevorsteht. Dabei geht es keineswegs um das - wenn überhaupt einmal - zitierte Chlorhühnchen, sondern es geht um die Entmachtung des Staates zu Gunsten postkapitalistischer Konzerne. Doch im Windschatten von TTIP - und noch viel weniger bekannt und bekämpft - kommt schon die nächste apokalyptische Katastrophe dahergeritten: TISA.

Samstag, 11. Oktober 2014

Wuppertal ist überall

Zum Ausdrucken bei Bedarf
Früher gab es auf den Straßen den Schutzpolizisten, den Schupo. Die Zeiten ändern sich, der Schupo ist verschwunden, und dafür patrouilliert nun der Schapo von der Scharia-Polizei. Wir wissen nicht, ob es sich dabei um den einmaligen Auftritt einiger Irrer, die es ja auch unter Muslimen geben soll, handelt oder um einen Paradigmenwechsel der deutschen Kulturgeschichte. Sicher ist nur, dass es zu Letzterem kommen wird, wenn die Leitkultur sich nicht zur Wehr setzt. Die letzten Meldungen aus dem Themenkreis der neuen Kolonisation (offizielle Diktion: „Migration“) klangen nicht gerade ermunternd: Rekordeinwanderungszahlen vornehmlich aus weniger entwickelten Ländern, Tausende terrorbereite Islamisten in Deutschland, zunehmender Rückfluss deutscher Terroristen aus Syrien.

Samstag, 4. Oktober 2014

Gut gemeint und doch geleimt

Bildquelle: toonpool.com
Zwar steht der seriöse Beweis noch aus, aber nehmen wir einfach mal an, es würde auf der Erde durch menschlichen Einfluss wirklich kontinuierlich wärmer, was können wir tun? Dieselbe Wissenschaft, die uns erst ermöglichte, unseren Planeten zu missbrauchen, bietet uns dafür etliche patente Pläne: Ein Sonnenschirm im All könnte Sonnenenergie abfangen, Dünger im Meer könnte CO2 neutralisieren, Aerosole in der Atmosphäre sollte einen Treibhauseffekt minimieren, neue Kunststoffschäume müssten CO2 binden. Klingt alles gut, ist auch gut, aber nur, wenn es funktioniert. Bei den meisten der oben genannten Projekte haben andere Wissenschaftler aber so massiv vor schlimmen Folgen für das Gleichgewicht der Natur gewarnt, dass sie uns wohl erspart bleiben. Was bleibt, ist die Angst vor dennoch auf uns wartenden Erfahrungen, wie sie die Australier beispielsweise mit der Aga-Kröte gemacht haben, die als biologisches Ungezieferbekämpfungsmittel angesiedelt wurde, und nun zur furchtbaren Plage wird. Nicht nur hier wurde der Bock zum Gärtner gemacht. Tatsächlich tendiert der Mensch dazu, mit den besten Absichten den größten Schaden anzurichten.