Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Mittwoch, 14. Januar 2015

kurz-geklagt: Rat und Unrat


Das Establishment hält die Reihen im Kampf gegen Migrationsgegner fest geschlossen. Ein sogenannter „Rat für Integration“ hat vor einigen Tagen in einer Erklärung eine „Leitbildkommission“ gefordert, die Vorstellungen für ein Einwanderungsland entwickeln soll. Dabei lässt der selbstinstallierte und keineswegs wie durch die Bezeichnung suggeriert durch irgendeinen Auftrag sanktionierte Rat jede Form von Wissenschaftlichkeit und Kommunikationsbereitschaft fehlen. Vor der wissenschaftlichen Untersuchung und Erkenntnis, ob Einwanderung überhaupt richtig oder falsch, gut oder schlecht ist, erhebt der Rat eine politische Forderung. Eine vorbereitende wissenschaftliche Untersuchung dafür ist auch gar nicht vorgesehen. Es wird einfach apodiktisch gesetzt und dann weitergeholzt.

Samstag, 10. Januar 2015

Medien-Tragödien

Bildquelle: boilingfrogspost.com
Für die modernen Medien bedarf es keiner staatlichen Gleichschaltung mehr, wie es bei Hitler und allen andern undemokratischen Regimes traditionell üblich war. Im vorauseilenden Gehorsam wird heute die offizielle Meinung freiwillig zur öffentlichen Meinung virtualisiert. Der Berliner Tagesspiegel und sein Mann fürs Grobe, Albrecht Meier, erklären in der aktuellen Flüchtlingsfrage in einem Kommentar die Welt beispielsweise so:Rechtspopulisten prägen in Europa immer mehr die Agenda von Parteien der bürgerlichen Mitte. Sie schüren Angst vor Einwanderung - gerade angesichts der absehbaren Ankunft weiterer Flüchtlinge eine fatale Entwicklung…“ Diese Mitte lasse sich geradezu „die Agenda diktieren“. So etwas nennt man Realitätsverlust. Und den hat Herr Meier nicht exklusiv.

Samstag, 3. Januar 2015

Gutvernetzte Volksverhetze

Bildquelle: pravda-tv.com
Als allererstes steht hier ein locker zu leistender Kotau vor der veröffentlichten Meinung: Tatsächlich müssen wir alles Mögliche für jene Menschen tun, die in fremden Ländern akut und unverschuldet in eine existenzbedrohende Situation und deshalb zu uns gekommen sind, also für viele jener Flüchtlinge, die gerade Deutschland überschwemmen. Das ist trotz aller Vorbehalte ein Essential in der Argumentation, weil es gilt, einem moralischen und intellektuellen Anspruch zu genügen sowie wegen des kybernetischen Primats, eben in jeder Sache zu differenzieren. Ebenso darf der Kotau leider nicht fehlen, weil es notwendig geworden ist, sich gegenüber den Unterstellungen der Vereinfacher abzusichern, damit die Argumente nicht als unerhört verteufelt werden und dann ungehört verhallen. Dennoch bleibt es argumentativ eine leichte Übung, den Medien, welche in dieser Sache in punkto Einseitigkeit und Manipulation besonders hervortreten, mit Fakten und Wahrhaftigkeit die Stirn zu bieten, denn schließlich bedeutet der entschiedene Eingangssatz zugunsten von Flüchtlingen doch keineswegs, sich für selbstverschuldete oder nicht in ihrer Existenz bedrohte oder das hiesige Sozialsystem ausnutzenwollende Einwanderer einzusetzen. Und er impliziert vor allem, dass die zu gewährende Hilfe von der Gesellschaft auch zu verkraften sein muss.

Samstag, 27. Dezember 2014

Der Kater vor dem Fest

Die Katzenräuber gehen um. Überall sind sie aktiv. Sie klauen die armen Tiere der Katzenmami sozusagen unter der Milchflasche weg, nur um den praktisch unstillbaren Bedarf von Tierversuchs-Chemiekonzernen oder der international operierenden Katzendecken-Mafia zu befriedigen. Die Medien und das Internet sind voll von Beweisen für diese Untaten. Unser solidarisches Entsetzen wäre groß und berechtigt - fiele da nicht ein Schatten des Zweifels auf die Glaubwürdigkeit aller Berichte: Noch nie ist ein solcher Katzenfänger auch gefangen worden. Wie ist das möglich, wo doch unsere Polizei vom bayerischen Steuersünder bis zum rumänischen Taschendieb durchaus den einen oder anderen Missetäter erwischt?

Samstag, 20. Dezember 2014

Wahnsinn trotz Weihnachten

Bildquelle: www.ruthe.de 
Liebe Freunde und Freundinnen (und alle, die sich zurückgesetzt fühlen könnten, weil sie noch nicht oder nicht mehr Freunde sind oder welche haben), bitte nehmen Sie ohne weitere geforderte oder unausgesprochene Verpflichtung meine besten Wünsche für eine umweltbewusste, sozial verantwortliche, stressarme, konsumterrorfreie, geschlechtsneutrale Feier der Wintersonnenwende entgegen. Selbstverständlich darf bei diesem Wunsch vorausgesetzt werden, dass er in Einklang steht mit Ihren Traditionen, religiösen Überzeugungen oder säkularen Praktiken unter Respektierung der Traditionen, religiösen Überzeugungen oder säkularen Praktiken anderer und natürlich deren freier Wahl, keinerlei religiöse oder säkulare Traditionen überhaupt zu praktizieren.

Samstag, 13. Dezember 2014

Arm macht reich

Am kommenden Donnerstag gibt es endlich wieder mal etwas zu feiern: den Internationalen Tag der Migranten. Wenn es sogar Blutbuchen oder Rotbauchunken gewidmete Jahre und Tage für Väter, Mütter oder Valentin gibt, sollten wir unser Erstaunen darüber nicht zu hoch hängen. Doch Migration findet eben nicht nur an einem Tag im Jahr statt, und ihre Relevanz ist unabweisbar: 200 Millionen Menschen weltweit haben, wie man so schön sagt, eine Migration im Hintergrund. Auch in Deutschland gibt es so viele Migranten wie noch nie. 16,3 Millionen haben nach letzten Zählungen eine Zuwanderungsgeschichte. 10,9 Millionen davon sind selbst eingewandert, 5,4 Millionen hierzulande geboren. Insgesamt sind das so viele wie noch nie. Und die Kurve geht nach oben: Seit 2005 ist die Zahl der Migranten um 8,5% gestiegen. Vielen Einheimischen macht das Angst, viele finden es gut, oder glauben es zumindest. Was wieder einmal fehlt, ist eine differenzierte Nutzen-Schaden-Bilanz für das Gemeinwesen.

Samstag, 6. Dezember 2014

Nachdenken statt Nahdenken

Zeichnung: http://artsfwd.org
„Sieh, das Gute liegt so nah“, meinte einst der gute Goethe, wobei wir ihm halbherzig recht geben wollen. Halbherzig deshalb, weil ein guter Gedanke tatsächlich etwas Gutes ist, aber keineswegs naheliegt. Politiker und Experten wollen uns zwar gerne weismachen, dass ihr Denken in geistigen Abkürzungen schneller zum Ziel führt, doch ist das scheinbar Naheliegende eher die Abkürzung ins intellektuelle Nirwana. „Lieber einmal in der Woche freiwillig Spinat mit Ei als jahrelang unfreiwillige Überwachung durch die NSA“, folgerte beispielsweise einst die Spitzenkandidaten der Grünen in ihrem Wahlkampf und wollte damit irgendeinen verschwurbelten Zusammenhang zwischen Veggie-Day und Anti-Unterdrückungspolitik herstellen. „Frauen schonen die Umwelt“, ermittelte allen Ernstes die Universität Halle, weil diese weniger klimaschädliches Fleisch zu sich nähmen. Dass es zwischen Männern und Frauen Stoffwechselunterschiede und andere Besonderheiten (etwa Schwerstarbeit) geben könnte, fiel dabei nicht ins Kalkül. Die Crux unserer Zeit ist es, dass komplexe Zusammenhänge auf ein paar griffige Parolen reduziert werden, und das geschieht leider nicht nur bei den vorauseilenden Verlautbarungen, sondern auch in der täglichen Praxis.