Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 15. August 2015

Neue Kinder-Krieger

Würgespiele sind modern an deutschen Schulen, und in Potsdam gab es gerade wieder einen schweren Zwischenfall. Im Lande Brandenburg soll den Kindern nun erklärt werden, dass Würgen gefährlich ist. Dem steht entgegen, dass die Kinder, die ja sonst nichts vom Leben zu haben glauben, mit dem Würgen einen rauschähnlichen Zustand erreichen wollen. Da müssen dann natürlich die Vor- und Nachteile abgewogen werden. Ausschlaggebend am Ende könnte sein, wenn es der Regierung gelänge, den Kindern klarzumachen, dass es zur Rettung der deutschen Zukunft um jede einzelne lebende Seele geht. Warum das allerdings so sein soll, hat Konrad Kustos noch immer nicht verstanden, obwohl er sich schon am 26. Februar 2012 ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt hatte:

Samstag, 8. August 2015

Neue Sakramente vor der Rente

Nun ist es offiziell, „Deutschland gehen die Einwohner aus“. Die Botschaft verkündete kürzlich der Präsident des Statistischen Bundesamtes, nicht ohne mit gut gemeinten Ratschlägen zu geizen. In 45 Jahren entvölkert sich die Bundesrepublik demnach auf sage und schreibe vernachlässigbare 70 Millionen Menschen. Da wird man die Bundesliga wohl auf 14 Vereine reduzieren müssen, und man wird auch die „unmerklichen“ Einwanderungen und Ergebnisse der „familienpolitischen Maßnahmen“ nicht mitzählen dürfen. Angesichts der neuen Flüchtlingsbewegung sind die Zahlen schon wenige Wochen nach ihrer Verkündung Makulatur, und wir erinnern uns der alten Weisheit, dass die Statistik sich verhält wie die Laterne für den betrunkenen Seemann: mehr zum Festhalten, denn zur Erleuchtung. Diese Wissenschaftler machen ihre Berechnungen natürlich auf fremde Rechnung, und deshalb bleibt am Ende ihrer fantasievollen Darbietungen nie der politische Imperativ aus, nämlich dass das Rentenalter steigen müsse, um den völligen Zusammenbruch zu verhindern. Diesmal waren es schon 74 Jahre, die die Menschen nach Ablauf der wissenschaftlichen Ratefrist an der Arbeitsfront zuzubringen hätten. Verwirrend allerdings, dass fast zeitgleich dasselbe Bundesamt verkündete, heute geborene Jungen könnten mit einer Lebenserwartung von 77 Jahren rechnen. Da blieben ja noch drei Jahre Rente bis zum Exitus, also wenn das kein Geschäft für die Arbeitgeber ist… Allerdings sollen Mädchen dann fünf Jahre länger leben, wie wäre es also im Sinne des Gleichstellungsgesetzes mit einer fünf Jahre längeren Arbeitszeit für Frauen? Über all diese Dinge hatte Konrad Kustos schon am 19. Februar 2012 ausführlich nachgedacht:

Samstag, 1. August 2015

Neuer Kirchhof auf dem Friedhof

Wenn das Imperium angegriffen wird, schlägt es bekanntlich zurück. Das musste die Schweiz erfahren, als sie sich die Ungeheuerlichkeit eines Volksentscheids leistete. Und dann noch einen erfolgreichen gegen das postkapitalistische Überlebensessential „Zuwanderung“. Haste nicht gesehen wurden die Schweizer von der EU aus Forschungsprogrammen und Austauschprogrammen geworfen. Der sozialistische (!) französische Industrieminister forderte sogar Strafzölle für die Eidgenossen. Trotzdem gibt es immer wieder einige Mutige, die sich solche Attacken gegen die EU leisten, wenn auch meist ohne sichtbaren Erfolg. Beeindruckend etwa Vaclav Klaus, der ehemalige tschechische Ministerpräsident, der Europa kürzlich einen „postdemokratischen Prozess“ bescheinigte und wirtschaftliche Regularien, die stärker seien als zu kommunistischen Zeiten. Die EU-Politik verursache einen „tiefen demokratischen Defekt“, der Nationalstaat müsse rehabilitiert werden. Schon vor dreieinhalb Jahren hatte mit Ferdinand Kirchhof ein solcher Rebell zwischenzeitlich Aufsehen erregt, was am 12. Februar 2012 von Konrad Kustos kommentiert wurde. Letztlich waren wir beide uns einig, dass die Demontage der Demokratie durch die EU langfristig schlimmere Folgen zeitigen wird, als das ökonomische Desaster. Warum, kann man hier lesen:

Samstag, 25. Juli 2015

Neuer fraglicher Frühling

Diesen Blog gibt es nun lange genug, dass man anfangen kann, seine Aussagen gut abgehangen im Verlauf der Jahre auf deren Relevanz und Richtigkeit zu betrachten. Am Beispiel des Arabischen Frühlings war es ja auch keine große Kunst, dessen Scheitern vorauszusagen. Man fragt sich nur, warum dann 80% der Leute und 99% der Mainstreammedien von blühenden Landschaften in der Sahara ausgegangen waren? In diesem Punkt sind wir inzwischen wirklich weiter: Wir haben uns an die Dreistigkeit der Lügen des Mainstreams gewöhnt und haben auch ziemlich konkrete Vorstellungen, wie die Konstrukteure des Chaos dadurch zu dessen Profiteuren zu werden gedachten. Für die betroffene Region müssen wir jedenfalls Wirtschaftseinbrüche, Arbeitslosigkeit, Krieg und vor allem religiöse Unterdrückung in leider auch von Konrad Kustos ungeahntem Ausmaß bilanzieren. Dennoch ziemlich recht gehabt, damals am 15. Januar 2012. Rechthaben kann manchmal richtig wehtun:

Samstag, 18. Juli 2015

Neues Bottlewear

"Flaschenzug" Foto: dpa
Büchsen in der Öffentlichkeit können ganz schön gefährlich sein. Das musste die junge Frau erfahren, die sich vor kurzem in einem Tanzlokal Pfefferspray anstatt Deo unter den Arm sprühte und damit nicht nur die von der Gesellschaft normalerweise klaglos in Kauf genommenen durch Deos ausgelösten Atemwegsreizungen verursachte, sondern bei mehreren Personen den Einsatz des Rettungsdienstes erforderlich machte. Allerdings gibt es ja auch kaum noch Büchsen, dafür aber umso mehr Flaschen. Doch auch Flaschen können sich zum Ärgernis entwickeln, etwa in der Politik, in der Lieblingsfußballmannschaft oder am Arbeitsplatz. Bei solchen Flaschen hilft auch das Recyceln nicht, und der Kampf dagegen ist wie einer gegen Windmühlenflügel. Dass aber ein Kampf gegen Flaschen auch einen Angriff auf die Freiheitlichkeit unseres Zusammenlebens bedeuten kann, bewies am 20. Dezember 2011 eine kleine Glosse von Konrad Kustos:

Samstag, 11. Juli 2015

Neue schwirriche Wirrsicht

Dass die Grünen Probleme mit Kindern haben, kann angesichts der im Frühjahr noch einmal aufgebrandeten Kinderschänderkampagne keiner bezweifeln. Dabei mussten sich die Grünen ausgerechnet für ihre Findungsversuche vor immerhin 30 Jahren weitaus heftiger verteidigen als für ihre gegenwärtigen Anschläge auf Freiheitlichkeit und Vernunft, was diesmal hier aber nicht thematisiert werden soll. Eine kindische Fehlleistung ganz anderer Art bot nämlich die bündnisgrüne Abgeordnete Sabine Niels kürzlich im Potsdamer Landtag. Hinnehmbar war, dass die 40-Jährige ihre fünf Monate alte Tochter im Plenarsaal stillte, nicht hinnehmbar ist hingegen, dass Niels dauerhaft die hochbezahlten Kollegen und die möglicherweise wichtigen Parlamentsgeschäfte, beispielsweise auch im Rechts- und Europaausschuss, mit Kindergeschrei belastet. Wer von den geneigten Lesern könnte es sich wohl erlauben, eventuell vorhandene Kleinkinder mit zur Arbeit zu nehmen und vor allem, wer wollte dies den Kollegen zumuten? Davon unbeeindruckt schreibt die dpa zu dieser demonstrativen Rücksichtslosigkeit fröhlich wertend, das Baby belebe „ernste Debatten mit fröhlichem Krähen“, doch für Konrad Kustos zeigt sich hier nur erneut, wie Individuen immer mehr ihr eigenes Spaßvergnügen über die Rechte und Bedürfnisse der Mitmenschen stellen. Schon am 18. Dezember 2011 hatte er sich ausführlich, wenn auch mit einem Augenzwinkern, mit dem neuen ausufernden Individualismus auseinandergesetzt:

Samstag, 4. Juli 2015

Neuer Lohn der Intervention

Mit Ablauf des vergangenen Jahres wurde das internationale Militärabenteuer in Afghanistan beendet. Wie sehr Afghanistan heute frei ist, und wie lange es diese Freiheit überhaupt behalten kann, wird von Pessimisten und Optimisten unterschiedlich beantwortet. Immer mehr stellt sich aber heraus, dass das menschliche Leid und die herben Verluste teuer bezahlt wurden. Laut Wikipedia (unter Bezug auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung) kostete allein die Deutschen zuletzt jedes Jahr am Hindukusch drei Milliarden Euro und damit das Dreifache der prognostizierten Summe. Bis 2016 will Deutschland jährlich weitere 430 Millionen Euro zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Stärkung der Regierungsführung fließen lassen. Weitere 150 Millionen Euro gehen an die nationalen Sicherheitskräfte. Gegen das, was westliches Einschreiten in Nordafrika und Nahost bewirkt hat, ist Afghanistan aber geradezu eine Erfolgsgeschichte. Jede neue Intervention in fremden Ländern entpuppt sich in kürzester Zeit als Katastrophe. Das war zumindest in diesem Blog schon am 11. Dezember 2011 klar, wenngleich es inzwischen noch mal ein ganzes Stück klarer ist: