Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 16. Mai 2015

Angst essen Seele auf

Foto: C.Pontenagel
„Wir werden mehr“, titelte eine noch immer große deutsche Abonnementszeitung begeistert hinsichtlich wachsender Bevölkerungszahlen in Deutschland. Tatsächlich steigerte sich die Einwohnerzahl Deutschlands zwischen 2013 und 2014 von 80,8 Millionen auf 81,1 Millionen, aus dem Ausland kamen dabei 470.000 Menschen mehr als weggingen und knapp 700.000 Babys wurden geboren. Es ist dabei schon eine bemerkenswerte Konstruktion, das Personalpronomen „wir“ zu verwenden, denn „wir“ können ja gar nicht mehr werden, es sei denn, wir nähmen an Gewicht zu oder wir könnten uns teilen. Die Bevölkerung Deutschlands mag dagegen sehr wohl zunehmen, doch ob es da etwas zu bejubeln gibt, hängt von qualitativen Kriterien und vom Standpunkt der Betrachtung ab. Mehr Menschen bedeuten ja nicht automatisch mehr Menschen, die sich auch mit diesem Land identifizieren, also ein "wir" rechtfertigen würden. Wenn man es von der Warte der bereits anwesenden, also der real existierenden Deutschen, aus sieht, werden wir in der Natur der Sache liegend anteilig sogar weniger. Das kann durchaus Sorgen bereiten - oder Angst.

Samstag, 9. Mai 2015

Rechts und billig

Dr. Motte, der kein Doktor ist, hat der Republik die Love-Parade geschenkt. Demonstriert wurde damals für monotone Musik, Freiheit, Gleichheit und sexuelle Unorientiertheit. Der Staat gewährte den Party-People die Privilegien einer politischen Demonstration, und Dr. Motte hat das alles vielleicht sogar selber geglaubt. Als er Jahre später aber als Falschparker notiert wurde, beleidigte er die Ordnungskräfte wenig liebevoll mit einem sarkastischen „Blockwart“ und „Heil Hitler“. Diesmal aber hatte er die Rechnung ohne das System gemacht, denn straflose Attacken gegen Polizeibeamte sind zwar längst üblich, aber dieses Grundgesetz gilt nicht bei der Verwendung eines rechtsradikalen Vokabulars. 15.000 Euro kostete deshalb den wohl über rechtsextremen Verdacht erhabenen Künstler sein Fehltritt. Er weiß nun das, was uns auch immer bewusster wird: Es gibt ein Recht und ein Recht gegen Rechts - und beides klafft immer weiter auseinander. Aber mit dem Verlust eines eindeutigen und unabhängigen Rechtsverständnisses geht nicht nur die Gerechtigkeit, sondern auch die Freiheit und damit das wichtigste Merkmal unseres Zusammen-Lebens flöten.

Samstag, 2. Mai 2015

Migranten-billiger und Profi-tEUre

Ein Zitat: „Von seinem neuen Azubi ist der Leiter eines Penny-Markts ganz begeistert. ‚Super! Wenn wir von der Sorte noch mehr bekommen würden, das wäre toll.’ … Der Wunsch könnte bald in Erfüllung gehen. Denn Hunderttausende potenzieller neuer Mitarbeiter haben sich bereits auf den Weg gemacht. … Das neue Mitglied der Penny-Familie heißt Mohammed Rahmati und stammt aus Afghanistan…. 20.000 Dollar hat seine Familie dafür an einen Schleuser gezahlt, eine Investition in die Zukunft.“ Das alles stand in einer herzergreifenden Reportage im Dezember in der Berliner Morgenpost - und, ehrlich, es war keine Glosse. So dreist nämlich funktioniert Propaganda und moderner Presse-Lobbyismus inzwischen. Unsere Zukunft liegt also in illegalem Menschenhandel und Hunderttausenden von (zumindest anfangs) willigen Lohnsklaven als Regaleinräumer und Teil der Penny-Family. Die dahinterstehenden Motive und Befindlichkeiten wurden hier erst kürzlich gesprochen, aber die Frage blieb da noch offen, warum es den Herrschenden so leichtfällt, uns übers Ohr zu hauen. Wie so oft führt die Spurensuche zu einem kybernetischen Cocktail des Schreckens.

Samstag, 25. April 2015

Das Herz schlägt links

„Es wäre doch eine schöne Vorstellung, wenn eine Gruppe von Bereitschaftspolizisten bei einer Demonstration durch eine Benzinlache läuft und dann einen Molli, also einen Brandsatz, fängt." Solche Sätze aus einem linken Netzforum sind tragisch, aber Bestandteil bundesdeutscher Wirklichkeit. Wir gehen in der Regel darüber hinweg, weil wir dies für die Ansichten einiger Irrer halten, die zu jeder Gesellschaft dazugehören, wie die Fleischvergiftung zu Gammelfleisch. Auch die Verfassungsschutzberichte, die von steigenden Unterstützerzahlen und zunehmenden Gewaltaktionen im Bereich des Linksextremismus künden, werden von vielen ignoriert, teilweise auch, weil die Medien sich beim inszenierten „Kampf gegen Rechts“ wirkungsvoll überschlugen. Mit dieser gefährlichen Ruhe muss es jetzt vorbei sein. Eine Studie der nicht gerade für konservativen Überschwang bekannten Freien Universität hat herausgefunden, dass Linksradikalität und sogar Linksextremismus in Deutschland von der Gesellschaft Besitz ergreift und längst zu einem Massenphänomen geworden ist.

Samstag, 18. April 2015

Hintern-Horizont

Wie soll man diese Geschichte angesichts der vielen möglichen Blickwinkel erzählen? Die russische Staatlichkeit ist jedenfalls empört. Die deutschen Medien sind dadurch in ihrem pawlowschen Reflex noch viel empörter. Und Konrad Kustos meint, dieser ganze Empörungsmix ist nur der Ausdruck einer empörenden Normalität. Die Fakten: In einer russischen Tanzschule haben Mädchen einen sogenannten Bienentanz aufgeführt, bei dem sie dem Publikum während der Darbietung ihre Ärsche mehr oder weniger derb ins Gesicht geschoben haben. Die Staatsanwaltschaft und der Kinderschutzbeauftragte unterbanden dies wegen „obszöner Gesten“ und der Beteiligung Minderjähriger. Die Deutsche Presseagentur sah das als willkommene Gelegenheit, daraus eine neue Skandalgeschichte aus Putins dunklem Imperium zu schnitzen. Für Konrad Kustos, für den diese Mechanismen mittlerweile leidvoll zum Alltag gehören, ist der eigentliche Skandal die schmerzliche Dauer von geschlagenen sechs Minuten und 34 Sekunden einer peinlichen Nichtigkeit, die es im Internet innerhalb von zwei Tagen zu mehr als vier Millionen Klicks gebracht hat. (Wer den Link jetzt anklickt: Es passiert wirklich bis zum Schluss nichts neues, man kann ohne Verluste spätestens nach einer Minute die Pein wieder abstellen.)

Samstag, 11. April 2015

„Raum ohne Volk“

Der griechische Außenminister Nikos Kotzias warnte kürzlich vor Millionen Immigranten, die Deutschland überschwemmen würden, sollte sein Land wirtschaftlich zusammenbrechen. Schon schießt man in internationalen Konflikten also nicht mehr mit Kanonen, sondern mit Landsleuten. Dabei geht in diesem Fall der Schuss nach hinten los: Die Herrschenden der EU, und nicht nur die, wollen ja gerade möglichst viele Immigranten für ihre Länder haben, weil sie allgemeine Vorteile verkünden und sich individuelle Vorteile ausrechnen - unterstützend begleitet von einer Phalanx der Treudoofen, die denen glauben, es gehe um bedauernswerte Flüchtlinge. Zum postmodernen Aggressionsszenario passt die Drohung des IS, Europa mit unzähligen Moslems zu überschwemmen, doch auch da hätten die Aggressoren der neuen Art früher aufstehen müssen - denn es sind ja schon ordentlich viele hier. Zur Verteidigung gegen ein Flüchtlingsbombardement haben die europäischen Menschenfreunde jedenfalls nicht viel zu bieten angesichts ihrer Doktrin: Alles muss rein. Im eigenen Lande existiert eine unheilige Allianz von moralischen und ökonomischen Kriegsgewinnlern, die letztlich Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt.

Samstag, 4. April 2015

Kulturelle Schwächestelle

Quelle: toonsup.com
Unlängst gab die Leitung von Wat Rong Khun, einer modernen buddhistischen Tempelanlage in Nord-Thailand, bekannt, man werde jetzt separate Toiletten für Chinesen bauen. Nach dem Besuch durch Chinesen seien die Klos des heiligen Ortes praktisch unbenutzbar gewesen. Die Schilderungen darüber waren drastisch, und gebrauchtes Toilettenpapier in den Wasserkästen war noch der harmloseste Kritikpunkt an der Hygiene chinesischer Tempelbesucher. Auch geben chinesische Behörden, anscheinend aus gutem Grund, ihren Auslandsreisenden den Rat mit auf den Weg, bei Konzerten am Reiseziel doch besser keine Nüsse mehr zu knacken. Wir sehen, kulturelle Unterschiede und dadurch ausgelöste Spannungen gibt es überall auf der Welt, aber nur in Deutschland, einem der „beliebtesten“ Einwanderländer überhaupt, gilt es als rassistisch, darüber zu reden. Das wird natürlich Konsequenzen haben, denn wer über Probleme nicht reden darf, kann sie auch nicht lösen, und sie werden sich emotional an den unpassendsten Stellen Ausdruck verschaffen.