Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 22. Februar 2014

Schonzeit für Schönheit

Glas(k)erker
Foto: Konrad Kustos
Moderne Windmühlen liefern Energie, das ist eine Tatsache, über ihren ökonomischen Nutzen wird gestritten, und darin die Lösung aller Energieprobleme zu sehen, ist eine fahrlässige Illusion. Unabhängig von solchen Bewertungen geschieht alles heftige Planen und Bauen und Streiten über solche Themen immer auf einer ökonomischen oder ökologischen, also irgendwie sachlichen Ebene, bestenfalls wird noch über geschredderte Vögel geklagt. Menschliche Aspekte, also wie diese mächtigen, ruhelosen Maschinen den Menschen in seiner Lebensumgebung beeinträchtigen, zählen nichts in einer funktionalistischen Welt. Beeinträchtigt ist der Dorfbewohner, dessen Boden zuhause vibriert. Der Autofahrer, dem inmitten sich drehender Strukturen schwindlig wird. Der Naturfreund, der über der majestätischen Natur der Uckermark das monotone Kreisen riesiger gestreifter und meist auch noch blinkender Metalflügel ertragen muss. Der Mensch eben, den die Evolution nicht darauf vorbereitet hat, dass nicht nur seine Alltagswelt, sondern jetzt auch noch seine Rückzugsräume technoid überformt werden. Und es bleibt ja nicht bei den Windmühlen: Überall sind Experten dabei, die Welt noch funktionaler zu machen, sie dem menschlichen Geist zu unterwerfen, ja, der Natur bewusst ein selbstherrliches Bild der aufgeklärten Künstlichkeit gegenüberzustellen.

Montag, 17. Februar 2014

Nach-Gedacht: Die Gender-Agenda


Wir wissen, dass das Gleichbehandlungsgesetz und seine Alltagsspielformen bedeutet, manche Menschen etwas gleicher zu behandeln als andere. Zuletzt wurde dazu hier und hier das Genderthema behandelt, also die These, dass es zwischen den zwei Geschlechtern weder geschlechtliche noch sonstige Unterschiede gibt/geben darf. Seit dem 13. Februar sind wir schon ein ganzes Stück weiter, denn Facebook, der Blinddarm unter den Organen der neuen Zeit, hat, wenn auch vorerst nur für englischsprachige Nutzer, aus bisher zwei ideologisch gleichen Geschlechtern gleich 58 gleiche Geschlechter gemacht. Jede derzeit denkbare sexuelle Versponnenheit oder Notlage erhält so ohne Not gesponnen eine eigene sexuelle Identität und sogar die entsprechende Grammatik zugewiesen. Das klingt zuerst wie ein Witz, ist aber ein paradigmatischer Vorgang, der einerseits weitreichende Folgen hat und andererseits tief blicken lässt, wie viel Absurdität in unserer neuen virtuellen Gesellschaft schon möglich ist.

Samstag, 15. Februar 2014

Versuch mit Irrtum

Die Zahl der Jugendlichen, die die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen, geht nach jüngsten Berechnungen des DGB zurück. Vor fünf Jahren waren es noch 8% aller Schulabgänger, nun sind es 5,9 die sich künftig zum Bodensatz unserer Gesellschaft zählen dürfen. Soll man sich nun freuen oder über die immer noch unerträglich hohe Zahl entsetzen? Eher Letzteres, vor allem deshalb, weil nach den vorangegangenen Überlegungen an dieser Stelle klar sein sollte, dass mehr bestandene Prüfungen keineswegs eine gestiegene Leistungsfähigkeit belegen. Schließlich bestand seit dem Bildungsgipfel von 2008 auch hier sozusagen eine Kanzleranordnung, dass die Abbrecherzahlen zu sinken haben. Im Fälschen von Fähigkeiten, Leistungen und Ergebnissen hat die Niedergangsgesellschaft bemerkenswerte Fähigkeiten entwickelt. Ebenso manisch trachtet sie danach, hektische Aktivitäten zu entfalten, um nichtvorhandene Kompetenzen zu simulieren. Schlimmer noch: Ohne Rücksicht auf Verluste wird dieses Handeln ideologisch korrekt ausgerichtet und damit Kompetenz und Effizienz vernichtet.

Samstag, 8. Februar 2014

Machtkartell für Kartenhäuser

Als das Opernhaus von Sydney geplant wurde, sollte es 3,5 Millionen Pfund kosten, am Ende waren es 50 Millionen. Das war für manche weniger schlimm als die Tatsache, dass es statt 1965 erst 1973 fertig wurde. Dicht dran in der Bilanz gebauten Schreckens ist die Hamburger Elbphilharmonie, die es wohl bei einer Verzehnfachung der Kosten belässt, dafür aber in der Gesamtsumme bei 789 Millionen Euro liegt. 2003 war hier Baubeginn, die Fertigstellung rückt so rasant näher wie Achilles der Schildkröte. Da haben wir wohl nach heutigem Anschein mit dem Berliner Pannenflughafen noch Glück gehabt. Der Aufruhr in der Öffentlichkeit ist verständlich, doch die Frage bleibt, warum uns ein paar Millionen Euro stören, die andernfalls wer weiß wo verjubelt worden wären, wenn wir kritiklos hinnehmen, dass unsere Umwelt mit Scheußlichkeiten zugebaut wird. Ist das, was weltweit passiert, nun Dummheit oder Absicht?

Samstag, 1. Februar 2014

Der Lanz, der kann’s

Zufällig war ich in das Medienereignis des Jahres geraten, obwohl ich das da noch nicht wissen konnte. Markus Lanz machte in einer Talkshow die Linken-Ikone Sahra Wagenknecht fertig. Nach allen Regeln der schwarzen Schwatzkunst. Er zeigte, dass man den in diesem Blog viel beschriebenen Niedergang noch steigern kann: mit dem Begriff „Niedertracht“ nämlich. Nach sieben Minuten war mir vom Fremdschämen so übel, dass ich wegschalten musste, und dachte, damit wäre die Sache erledigt. Doch inzwischen hat sich gezeigt, dass es sich nicht um den einmaligen Fehltritt eines Wirrkopfes handelte, sondern um einen beispielhaften Exzess eines degenerierten Mediensystems. Nichtsdestotrotz: Es gibt Hoffnung.

Samstag, 25. Januar 2014

Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit

Bild: "Vertreibung aus dem Paradies"
© Lise Noergel, www.photocase.de
Gott sei Dank hat die Freie Universität Berlin mithilfe ihrer Computer den Beweis angetreten, dass Gott existiert. Allerdings nur in einem Denkgebäude, das sich so weit im Virtuellen bewegt, dass es sich um die Realität keine Gedanken mehr zu machen braucht. Für uns wird da eher der Beweis angetreten, dass seriöse Wissenschaft, oder was wir immer noch naiv für eine solche halten, nicht mehr existiert. Bei der Spezialdisziplin „Soziologie“ könnte man noch sagen, dass es sich gar nicht mehr um Wissenschaft handelt, wo sie herausfindet, dass Dänen besonders kinderfreundlich sind und Deutsche in diesem Ranking ganz hinten liegen. Jedenfalls dann, wenn sich erweist, dass die Forscher ausschließlich das Selbstbild der Befragten zugrundelegten. Geht es noch unwissenschaftlicher? Aber selbstverständlich: Anknüpfend an den Zuspruch für den Post der vergangenen Woche beweist dies die Art und Weise, wie herrlich dämlich sich eine Baseler Hochschul-Philosophin des Themas „Gender“ angenommen hat. So wird offenbar, dass sich große Teile der Wissenschaft längst in den Dienst des neuen Herrschaftswissens der „politisch korrekten“ Ideologie und Indoktrination gestellt haben.

Samstag, 18. Januar 2014

Gender Blender

In Amerika hat ein männliches Wesen ein weibliches geküsst. Das soll vorkommen, selbst bei Sechsjährigen. Was nicht vorkommen sollte, ist, dass der Junge für diesen Handkuss vom Unterricht suspendiert wird, was aber in Colorado/USA so geschehen ist. In seiner Schulakte bekam der kleine Hunter (nomen est omen) zudem einen Eintrag wegen „sexueller Belästigung“, obwohl das kleine Mädchen von der Geste sehr angetan gewesen sein soll. Hunter reagierte auf die Disziplinierung zeitgemäß:Ich habe etwas falsch gemacht, und es tut mir leid." Wenn institutionelle sexuelle Selbstgerechtigkeit tollwütig über die natürlichsten Sachen der Welt herfällt, bleibt eben nur der Kotau. Das betrifft nicht nur das Mutterland der Prüderie, sondern auch Deutschland, wo gerade das Gender Mainstreaming (fortan GM) zum Mainstream wird. In Hamburg beispielsweise wird ein Pixi-Buch, dass junge Staatsbürger heranziehen soll, als sexistisch und rassistisch angefeindet, weil darin mehr Jungen als Mädchen vorkommen; in Berlin sollen geschlechtsgerechte Kinderspielplätze eingerichtet werden. Das ist aber nur die Spitze des Müllbergs.