Falschparker sind fein raus. Weil in Berlin die Politessen
eingesetzt werden, um die Ordnungsämter im Flüchtlingswesen zu unterstützen,
werden hier keine oder deutlich weniger Knöllchen geschrieben. Das geschieht
natürlich auch zulasten gesetzestreuer Autofahrer und anderer
Verkehrsteilnehmer, denn selbst Busspuren sind kein Tabu für motorisierte
Krisenprofiteure mehr. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie die Überlastung des
Systems durch die Flüchtlingsflut zur Aufkündigung bisher einigermaßen
einvernehmlich geregelter alltäglicher Prozesse führt. Aber auch die Bekannte,
die auf offener Straße von Nichtdeutschen angespuckt und als Hure beschimpft
wurde, ist so ein „weiches“ Symptom, das in keiner Statistik über die direkten Folgen der neuen Wende auftauchen
wird.
Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
Samstag, 30. April 2016
Weich ist auch hart
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Samstag, 23. April 2016
Merkels Saat und Michels Ernte
Die temporäre Nutzung von Sporthallen zur Unterbringung von
Flüchtlingen war gestern, heute werden die Ziele höher gesteckt. Die Berliner
Senatsfinanzverwaltung hat den Bezirk Steglitz-Zehlendorf angewiesen zu prüfen,
in welchen öffentlichen Parks Containerdörfer errichtet werden können. Damit
ist eine weitere Verteidigungslinie autochthoner Kultur durchbrochen, denn eine
wichtige Erholungsqualität der hier Lebenden, Arbeitenden, das Land
Gestaltenden wird in das bodenlose Fass diffusen Humanitätsgebarens geworfen.
Und hier beginnen sich die Kreise zu schließen, wovor Realisten von Anfang an
gewarnt hatten: Die (möglicherweise) Verbesserung der Lebensbedingungen von
berechtigten oder unberechtigten Zuwanderern ist nicht ohne relevante Einbußen
für die hier Verwurzelten zu haben. Offensichtlich ist das schon immer bei den
Kosten gewesen, erst langsam wird es bei den soften Faktoren spürbar (wenn man
die Vorgänge von Köln noch mit dem Adjektiv „soft“ bezeichnen darf). Zu beiden
Themen wird es hier weitere Posts geben, doch heute soll es um direkte
absehbare Folgen gehen, deren gesamtgesellschaftliche Auswirkungen von solcher
Relevanz sind, dass sie die immer wieder beschworene Terrorgefahr zur bloßen Peanut
degradieren.
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Samstag, 16. April 2016
Links hat immer Recht(s)
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Katja Kipping, die Führerin der neuen Linken, jedenfalls der
Partei, die diesen Namen trägt, schalt kürzlich in einer Fernsehdiskussion Österreichs
Außenminister Sebastian Kurz: „Ihre europäische Lösung bedeutet Tränengas und
einen Schießbefehl gegen Menschen". Nun gut, so kann man es auch
formulieren, wenn man Oppositionspolitik auf Kanzlerlinie macht. Linke und CDU
in einem Boot? Mit unserem orthodoxen Verständnis von „links“ passt das so
wenig zusammen wie die Aktionen der Antifa, die sich immer mehr gegen
bürgerliche Freiheiten und die rechtsstaatliche Ordnung richten statt gegen das
kapitalistische System. Dieser Paradigmenwechsel von rechts und links in der
Realität und in unserer Vorstellung war hier schon vor einer Woche Thema, da aber noch als Aufarbeitung
des gängigen Verständnisses, heute soll es um die Transformation der Begriffe und
Inhalte gehen. In Kurzform vorweg: Karl Marx und Adolf Hitler würden sich im
Grabe umdrehen.
Samstag, 9. April 2016
Neue Ortungspolitik
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| "Auf der Suche nach neuen Inhalten" Bildquelle: pixabay.com |
Früher war vielleicht nicht alles besser, aber einfacher.
Linke waren links und Rechte rechts, man wusste, wo man stand, und wo der
Gegner, den es zu bekämpfen galt. Die Einwanderungspolitik einer
Blockparteienregierung zeigt nun endgültig, dass ein schleichender
Paradigmenwechsel die alten Kriterien der politischen Einordnung außer Kraft
gesetzt hat. Leider hat ein Großteil der politischen Akteure dies noch nicht
begriffen und lebt daher im ständigen Widerstreit der eigenen ideologischen Grundprogrammierung
mit den neu herangewachsenen Erfordernissen des Überlebens in den Apparaten der
Niedergangsgesellschaft. Auch in etlichen Texten von Konrad Kustos ging es mit
den politischen Himmelsrichtungen bisweilen durcheinander, weil angesichts
mangelnder Begrifflichkeiten nicht immer der ganze Erklärungsapparat für die
neuen politischen Himmelsrichtungen mitgeliefert werden konnte. Deshalb werden die
nächsten beiden Posts sich der aufregenden Aufgabe zuwenden zu beschreiben, was
aus dem alten politischen Ver-Ortungssystem neues, wie sollte es anders sein:
Ungutes, geworden ist.
Samstag, 2. April 2016
Protzkapitalismus
Samstag, 26. März 2016
Die Gestalt der Gewalt
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Wenn es erst gegen leere und dann auch gegen bewohnte Flüchtlingsheime Brandanschläge gegeben hat, fällt es angesichts der Tragweite solcher Verbrechen schwer, weiter über eine linke Radikalisierung unserer Gesellschaft zu schreiben. Doch machen gerade solche Geschehnisse die kybernetischen Zusammenhänge sichtbar: Je mehr das Handeln unserer Gesellschaft sich weg von der Mitte dorthin radikalisiert, wo man früher das Linke vermutet hätte, desto mehr radikale Ausgleichsbewegungen wird es geben. Die Überforderung der Nichtmigranten durch eine Einwanderung kulturfremder Menschen in nie gekannter, nicht erwartbarer und unverträglicher Dimension schafft Irritationen und Zukunftsangst. Die Leugnung der Probleme durch linke Ideologien - inzwischen bis weit in die CDU hinein - schafft bei den Menschen der Mitte ein Gefühl absurder Hilflosigkeit und hinterlässt Wut. Am Ende kann dies bei einer kleinen Gruppe sozial und psychisch instabiler Personen tatsächlich zu persönlichen Gewaltausbrüchen führen, unabhängig davon, ob sie sich dabei organisieren oder nicht. Schlimm allerdings wird es, wenn das einen Massencharakter annimmt. Noch sind die jährlichen Brandanschläge auf bewohnte Unterkünfte an einer Hand abzuzählen, und nachhaltige Folgen für betroffene Menschen hat es praktisch keine gegeben, doch die Gefahr besteht, dass bei wachsenden Problemen mit unkontrollierter Zuwanderung eine verantwortungslose Machtausübung eine neue Rechte quasi aus dem Nichts erschafft.
Samstag, 19. März 2016
Formal legal
Politik,
Medien und die Wertigkeit der Gewalt
Nun wissen wir es ganz genau: „Das sind keine Menschen, die sowas tun. Das sind Verbrecher.“ Die Einschätzung, dass Verbrecher keine Menschen sind, und wer alles einen Verbrecherstatus verdient, stammt vom sächsischen CDU-Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und bezog sich auf die Vorfälle von Clausnitz. Eine aufgebrachte Gruppe von knapp 100 Menschen hatte dort laut skandierend einen Flüchtlingstransport verängstigt. Eine nicht hilfreiche und die Falschen treffende Aktion gewiss, doch anscheinend im gesetzlichen Rahmen, wenn selbst die Systemmedien erst den Tatbestand „Brüllangriff“ erfinden mussten. Was also treibt einen hohen Funktionär dieses Staates dazu, diese Menschen nicht nur als Verbrecher zu bezeichnen, sondern ihnen den Status des Menschseins abzusprechen? Hier offenbart sich ungescholten durch Medien und Kollegen eine nicht für möglich gehaltene Verrohung, ja Verwahrlosung des bundesdeutschen Diskurses. Es offenbart sich aber auch ein entsetzlicher Niedergang der persönlichen moralischen Kompetenz dieses bestimmten Menschen und vieler anderer Menschen an sich.
Nun wissen wir es ganz genau: „Das sind keine Menschen, die sowas tun. Das sind Verbrecher.“ Die Einschätzung, dass Verbrecher keine Menschen sind, und wer alles einen Verbrecherstatus verdient, stammt vom sächsischen CDU-Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und bezog sich auf die Vorfälle von Clausnitz. Eine aufgebrachte Gruppe von knapp 100 Menschen hatte dort laut skandierend einen Flüchtlingstransport verängstigt. Eine nicht hilfreiche und die Falschen treffende Aktion gewiss, doch anscheinend im gesetzlichen Rahmen, wenn selbst die Systemmedien erst den Tatbestand „Brüllangriff“ erfinden mussten. Was also treibt einen hohen Funktionär dieses Staates dazu, diese Menschen nicht nur als Verbrecher zu bezeichnen, sondern ihnen den Status des Menschseins abzusprechen? Hier offenbart sich ungescholten durch Medien und Kollegen eine nicht für möglich gehaltene Verrohung, ja Verwahrlosung des bundesdeutschen Diskurses. Es offenbart sich aber auch ein entsetzlicher Niedergang der persönlichen moralischen Kompetenz dieses bestimmten Menschen und vieler anderer Menschen an sich.
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