Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.

Samstag, 25. Juni 2016

Kustos kopiert: NoPegidas Weltsicht

Die deutsche Bevölkerung teilt sich mittlerweile ziemlich säuberlich in zwei Gruppen. Eine mit dem Primat der Humanität und die andere mit dem Primat der Vernunft, man könnte auch sagen, sie teile sich in die Orientierung auf Wollen und Können. Trotz des weiter bestehenden hilflosen Versuchs, die Gegensätze in der Gesellschaft weiter mit Begriffen wie links und rechts einzuordnen, ist dies längst der Hauptwiderspruch, der sich nicht nur in der Flüchtlingsfrage, sondern auch im Gegensatzpaar Globalisierung/Protektionismus zeigt oder darin, als Handlungsmaxime zu wählen zwischen dem Bekämpfen von Phantomproblemen (Klimawandel etc.) und einem sachorientierten Business as usual. Auffällig ist, dass die „Humanisten“ sowohl auf der institutionellen als auch auf der individuellen Ebene mit hoher Aggressivität, Selbstgerechtigkeit und Beugung der Wahrheit gegen die Realisten vorgehen. Die Studie „NoPegida“ einer Forschergruppe um den Göttinger Demokratieforscher  Franz Walter, die kürzlich im Cicero unter dem Motto „Hier wir Guten, dort die Nazisvorgestellt wurde, thematisiert das sowohl gewollt als auch ungewollt am Beispiel der Aktivisten gegen die islamkritischen Widerstandsbewegung.

Samstag, 18. Juni 2016

Mehr schlecht als Recht

Rechtsbruch als Merkmal neuen Staatswesens
Wer behauptet, wir lebten in einem Unrechtsstaat, der verkennt und verharmlost das Wesen einer Diktatur. Wer aber verkennt und verharmlost, dass sich Deutschland auf dem Weg zu einem solchen Unrechtsstaat befindet, der arbeitet daran mit. Zu deutlich sind die Zeichen, dass die Herrschenden existierende freiheitliche Gesetze, also das elementare Element einer demokratischen Gesellschaft, nach eigenem Gutdünken interpretieren, ignorieren oder gar konterkarieren. Dabei wird diesem existierenden deutschen Recht ohne eine rechtsstaatliche Kontrolle ein diffuser und rechtsferner Humanismus supranationaler Organisationen wie EU oder UNO übergeholfen. Das stört die Entscheider nicht groß, denn weil „das Gute an sich“ für den Gutmenschen keiner Definition oder Rechtfertigung bedarf, setzt es für ihn nicht nur gesellschaftliche Diskurse, sondern auch gleich die geltenden Spielregeln unseres Zusammenlebens außer Kraft.

Samstag, 11. Juni 2016

Beobachtung 12

"Rette sich, wer kann"
Foto: Konrad Kustos
Berlin ist immer noch die grünste Stadt der Welt, jedenfalls im Frühjahr. Dies gilt zumindest subjektiv auch dann, wenn jüngste Statistiken das Gegenteil beweisen wollen. Berlin ist aber nicht nur deshalb ein Ort zum Genießen - jedenfalls wenn man die Hornhaut an den richtigen Stellen hat. Konrad Kustos hat nun bloß das Problem, dass ihm diese Hornhaut immer dann abhanden kommt, wenn er sich mehrmals im Jahr mehrere Monate fernab der Heimat an einem ähnlich schönen Ort aufhält. Und dann entwickelt sich die Rückkehr mehr und mehr zu einem Spießrutenlauf.

Samstag, 4. Juni 2016

Von Merkel zum Mainstream

Der Niedergang kreiert eine neue, negative Elite
Um ihre Betroffenheit über das Elend dieser Welt auszudrücken, hüllten sich Prominente bei einer Filmgala im noblen Berliner Konzerthaus während der Berlinale in Rettungsdecken-Folien. Was war das für ein Spaß. Ein Blinken und Knistern, als wären die Selbstdarsteller Darsteller beim richtigen Film. Laut der Illustrierten Stern hatte sich der chinesische Dissident Ali WeiWei die Aktion ausgedacht, der kurz zuvor schon das ehrwürdige Konzerthaus mit Hunderten von Schwimmwesten „dekoriert“ hatte. Das alles sind mitnichten Fehltritte, sondern Zeiterscheinungen einer dekadenten Gesellschaft, in der das Motto einer neuen Elite von Til Schweiger bis Norbert Blüm lautet: „Betroffenheit - und Spaß dabei“. Doch diese Elite ist nur die Spitze des Müllbergs, denn dahinter steckt ein ganzes Milieu, das sich in der Flüchtlingskrise erstmals in seiner ganzen gefährlichen moralischen und intellektuellen Verwahrlosung präsentierte. Dieses Milieu redet hetzerisch von „Dunkeldeutschland“, doch selber lebt es ein Dünkeldeutschland.

Samstag, 28. Mai 2016

Kustos kopiert: Die Selbstherrlichen

In diesen Wochen kümmert sich der Kustos-Blog um die Zusammenhänge von Flüchtlingspolitik und anderen Fehlentwicklungen mit Herrschaft. Das begann vor einer Woche auf der individuellen Ebene mit der Person Merkel, widmet sich demnächst allgemeinen mentalen Defiziten in Deutschland gefolgt von der sorgenvollen Betrachtung um die Bedeutung für die Entwicklung unserer Demokratie, um schließlich, nach der Sommerpause, endlich die Frage nach den wahren ökonomischen Triebkräften eines nur scheinbar moralischen Handelns zu stellen. Im Zusammenhang mit zu beobachtenden erheblichen und zunehmenden psychologischen Deformationen vieler Bürger und besonders ihrer „Elite“, um die es am nächsten Sonnabend gehen soll, ist sozusagen als Vorgeschmack ein leicht gekürzter Artikel von Gerd Held außerordentlich lesenswert, der noch unter dem Eindruck der März-Wahlen entstanden ist. Held führt aus, wie in Deutschland jenseits aller politischen Zwänge und Absichten ein bestimmtes soziales Milieu die Meinungs- und Führungshoheit übernommen hat.

Samstag, 21. Mai 2016

Makel-Merkel

Bildquelle: maxschoenherr.de
Fachlicher und psychologischer Problemfall
Es sprach der Papst auf Lesbos: „Wir sind alle Flüchtlinge.“ OMG. Was er damit wohl gemeint haben mag? Ist er ein Flüchtling vor der Wahrheit? Oder vor der Realität? Oder vor den Zuständen seiner Heimat? Wenigstens hat er in Deutschland noch kein Asyl gefordert. Die zitierte Phrase steht im übrigen stellvertretend für die moderne Politik der Mächtigen und ihrer Handlanger, die glauben, das Offensichtliche einfach umlügen zu können. Denken wir nur an Berlins Bürgermeister Michel Müller, der hinsichtlich des Flüchtlingszustroms äußerte: „Den Punkt, an dem ist nicht mehr geht, sehe ich noch lange nicht.“ Wir lernen, dass das System sich nicht nur wie hier ansonsten beschrieben gemäß struktureller Faktoren entwickelt, sondern dass es immer auch einen subjektiven, individuellen, wenngleich nachrangigen Faktor gibt. Diesmal geht es hier also um den persönlich politischen, also eher vordergründigen Aspekt des Niedergangs - und wer wäre dafür eine bessere Kristallisationsfigur als Angela Merkel…

Mittwoch, 18. Mai 2016

Politisch-korrekter Säugefisch

Die Fische im Bodensee werden mehr und mehr zum Opfer von strengen Umweltschutzmaßnahmen. Nach Zeitungsmeldungen ist das Gewässer so sauber und damit nährstoffarm geworden, dass die Fischpopulation seit 30 Jahren schrumpft. Für die Fischer bedeutet das von Jahr zu Jahr sinkende Erträge. Dumm gelaufen, könnte man achselzuckend meinen, wenn hinter diesem Fall nicht ein grundsätzlicher Mechanismus steckte. Politisch-korrekte Maßnahmen erheben sich oft über den gesunden Menschenverstand, dominieren anderslautende Erkenntnisse oder schießen einfach über das Ziel hinaus. ‚Gut gemeint heißt noch nicht gut gemacht‘ lautet schon eine alte Weisheit. Gastautor Jon Schnee hat dazu zwei Vorgänge aus Vergangenheit und Gegenwart untersucht und dabei festgestellt, dass nicht nur der Fisch am Kopf zu stinken beginnt.