Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
Samstag, 22. März 2014
Wie die Medien sich erledigen
„In Kiew erschossen sich Menschen auf offener Straße“,
schrieb kürzlich das bürgerliche Renommier-Magazin „Zeit“ (-online).
Donnerwetter, das ist ja auch eine Meldung: Nicht nur dass die da Bürgerkrieg
haben, sie scheinen auch massenhaft öffentlichen Selbstmord zu begehen. Doch
keine Sorge, es handelt sich nur um die fehlende sprachliche Kompetenz des
Autors Steffen Dobbert (von Beruf Sportreporter) und die Unfähigkeit einer
medialen Instanz mit intellektuellem Führungsanspruch, selbst einfache Fehler
vor der Drucklegung zu korrigieren. Da wundert es nicht, wenn eine andere
Qualitätszeitung in der Überschrift schreibt: „Wir bleiben so lange hier, wie
wir gebaucht werden“. So geht es
täglich die Medien rauf und runter. Einfache Schreibfehler paaren sich mit
inhaltlichen Mängeln und schlichter Schlamperei, was die Akzeptanz und das Vertrauen
in unsere Informationsmedien grundlegend erschüttert. Die Fehltritte sind im
Einzelnen zwar oft ziemlich komisch, aber in der Summe wirft es ein
beängstigendes Bild auf das Können, die Sorgfalt und die Leistungsbereitschaft
in unserer Gesellschaft.
Montag, 17. März 2014
Nach-Gedacht: Kein Krim-Sekt für EU
Eigentlich ist alles gesagt. Die Politiker,
die Medien, die Diplomaten und auch das kritische Internet haben hier
und anderswo alle Fakten zur Krim-Krise genannt und die Argumente ausgetauscht.
Doch nun wurden auch noch die Bürger der Krim-Provinz gefragt - ein unerhörter Vorgang,
der bei den Friedensstrategen der EU schon deshalb Stirnrunzeln ausüben muss,
weil die ja ihre eigenen Bürger auch nie oder höchst ungern um deren Zustimmung
bitten. Das Wahlergebnis ist dann auch weniger wegen der Zustimmung zur
Angliederung an Russland durch die 60% dort lebenden Russen erstaunlich,
sondern viel mehr, weil auch die Nichtrussen dem zustimmten, was sich zwingend
aus dem überwältigenden Gesamtergebnis von 95,5% aller Wahlberechtigten ergibt.
(Angesichts der bisher so einseitigen Berichterstattung wundert es nur, dass
noch nicht die Wahlfälschungskarte ausgespielt wurde, aber vielleicht kommt das
noch.) Doch nun zu glauben, der Anschluss der Krim an Russland sei
demokratische Formsache, wäre naiv.
Samstag, 15. März 2014
Platz-Verweis
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| Foto: Konrad Kustos |
Samstag, 8. März 2014
Friedens-FrEUden
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| Quelle: WZ-newsline |
Samstag, 1. März 2014
Hollywoods Höllenfahrt
Den Golden Globe hat er schon, den Oscar will er am Sonntag noch: „12
years a slave“. Der Film verfügt über große Bilder, große Schauspielleistung,
große Tragik und erst recht einen großen Anspruch - und umso größer ist sein
Scheitern. In den Medien und der anderweitigen Öffentlichkeit wird das
allerdings nicht wahrgenommen. Hier adelt ihn seine eindeutige moralische
Position und seine Aufarbeitung eines schrecklichen Kapitels der amerikanischen
Geschichte. Doch reicht das aus? Die erzählte Geschichte verlässt sich in
dreistem Maße auf das gezeigte menschliche Elend und eine unglaubliche und
unnötige Zurschaustellung von Brutalität, mit der davon abgelenkt wird, dass
die Geschehnisse und die handelnden Personen undifferenziert geschildert werden
und damit unglaubwürdig und blass bleiben. So könnte man kalauern, es handele sich um eine
echte Schwarz-Weiß-Story. Das aber wiederum ist Absicht und der Grund, warum
dieser Film in der Herstellung wirklich ärgerlich ist und in der Rezeption ein verallgemeinerbares
Schlaglicht auf das Kulturverständnis des Niedergangs wirft.
Samstag, 22. Februar 2014
Schonzeit für Schönheit
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| Glas(k)erker Foto: Konrad Kustos |
Labels:
Architektur,
Aufklärung,
Moderne,
Natur,
Tradition
Montag, 17. Februar 2014
Nach-Gedacht: Die Gender-Agenda
Wir wissen, dass das
Gleichbehandlungsgesetz und seine Alltagsspielformen bedeutet, manche Menschen
etwas gleicher zu behandeln als andere. Zuletzt wurde dazu hier und hier
das Genderthema behandelt, also die These, dass es zwischen den zwei
Geschlechtern weder geschlechtliche noch sonstige Unterschiede gibt/geben darf.
Seit dem 13. Februar sind wir schon ein ganzes Stück weiter, denn Facebook, der
Blinddarm unter den Organen der neuen Zeit, hat, wenn auch vorerst nur für
englischsprachige Nutzer, aus bisher zwei ideologisch gleichen Geschlechtern gleich
58 gleiche Geschlechter gemacht. Jede derzeit denkbare sexuelle Versponnenheit oder Notlage erhält
so ohne Not gesponnen eine eigene sexuelle Identität und sogar die entsprechende
Grammatik zugewiesen. Das klingt zuerst
wie ein Witz, ist aber ein paradigmatischer Vorgang, der einerseits
weitreichende Folgen hat und andererseits tief blicken lässt, wie viel
Absurdität in unserer neuen virtuellen Gesellschaft schon möglich ist.
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