Vor vier Jahren standen wir am Abgrund, nun sind wir einen
entscheidenden Schritt weiter. Nicht nur, aber auch bei der Fußball-Europameisterschaft.
In Berlin lädt das Christentum, bekanntlich immer um den gottesfürchtigen Zeitgeist
bemüht, in eine große Kirche zum Public Viewing ein. Immerhin ohne Vuvuzelas,
aber dafür mit Orgelmusik. Noch zeitgemäßer entpuppte sich die Grüne Jugend in
Tateinheit mit Jusos und älteren CDU-Funktionären: Das Schwenken der deutschen
Fahne sei ein Zeichen von Nationalismus. „Denn es kann keine Sommermärchen
geben, wenn brennende Geflüchtetenunterkünfte die abscheuliche deutsche
Realität darstellen.“ Realität und Kausalität spielen offensichtlich keine
Rolle mehr, wenn der Hass gegen das eigene Land und gegen die Menschen, die
dort noch leben, von der Antifa kommend die Ebene der etablierten Politik
erreicht hat. Vielleicht erklärt sich aus solchen schmerzlichen Absurditäten,
dass diese Europameisterschaft weit weniger Begeisterung auszulösen scheint als
jeder andere internationale Fußballwettbewerb seit Jahrzehnten.
Kustos kommentiert nicht mehr -
Der Blog schweigt wegen "antifaschistischer" Angriffe.
Samstag, 2. Juli 2016
Neuer Frustball total
Fußball EM als Zeitzeichen
Samstag, 25. Juni 2016
Kustos kopiert: NoPegidas Weltsicht
Die deutsche
Bevölkerung teilt sich mittlerweile ziemlich säuberlich in zwei Gruppen. Eine
mit dem Primat der Humanität und die andere mit dem Primat der Vernunft, man
könnte auch sagen, sie teile sich in die Orientierung auf Wollen und Können.
Trotz des weiter bestehenden hilflosen Versuchs, die Gegensätze in der
Gesellschaft weiter mit Begriffen wie links und rechts einzuordnen, ist dies
längst der Hauptwiderspruch, der sich nicht nur in der Flüchtlingsfrage,
sondern auch im Gegensatzpaar Globalisierung/Protektionismus zeigt oder darin,
als Handlungsmaxime zu wählen zwischen dem Bekämpfen von Phantomproblemen
(Klimawandel etc.) und einem sachorientierten Business as usual. Auffällig ist,
dass die „Humanisten“ sowohl auf der institutionellen als auch auf der
individuellen Ebene mit hoher Aggressivität, Selbstgerechtigkeit und Beugung
der Wahrheit gegen die Realisten vorgehen. Die Studie „NoPegida“ einer Forschergruppe um den
Göttinger Demokratieforscher Franz
Walter, die kürzlich im Cicero unter dem Motto „Hier wir Guten, dort die Nazis“
vorgestellt wurde,
thematisiert das sowohl gewollt als auch ungewollt am Beispiel der Aktivisten
gegen die islamkritischen Widerstandsbewegung.
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Samstag, 18. Juni 2016
Mehr schlecht als Recht
Wer behauptet, wir lebten in einem Unrechtsstaat, der verkennt und verharmlost das Wesen einer Diktatur. Wer aber verkennt und verharmlost, dass sich Deutschland auf dem Weg zu einem solchen Unrechtsstaat befindet, der arbeitet daran mit. Zu deutlich sind die Zeichen, dass die Herrschenden existierende freiheitliche Gesetze, also das elementare Element einer demokratischen Gesellschaft, nach eigenem Gutdünken interpretieren, ignorieren oder gar konterkarieren. Dabei wird diesem existierenden deutschen Recht ohne eine rechtsstaatliche Kontrolle ein diffuser und rechtsferner Humanismus supranationaler Organisationen wie EU oder UNO übergeholfen. Das stört die Entscheider nicht groß, denn weil „das Gute an sich“ für den Gutmenschen keiner Definition oder Rechtfertigung bedarf, setzt es für ihn nicht nur gesellschaftliche Diskurse, sondern auch gleich die geltenden Spielregeln unseres Zusammenlebens außer Kraft.
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Samstag, 11. Juni 2016
Beobachtung 12
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| "Rette sich, wer kann" Foto: Konrad Kustos |
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Samstag, 4. Juni 2016
Von Merkel zum Mainstream
Um ihre Betroffenheit über das Elend dieser Welt
auszudrücken, hüllten sich Prominente bei einer Filmgala im noblen Berliner
Konzerthaus während der Berlinale in Rettungsdecken-Folien. Was war das für ein
Spaß. Ein Blinken und Knistern, als wären die Selbstdarsteller Darsteller beim
richtigen Film. Laut der Illustrierten Stern hatte sich der chinesische
Dissident Ali WeiWei die Aktion ausgedacht, der kurz zuvor schon das ehrwürdige
Konzerthaus mit Hunderten von Schwimmwesten „dekoriert“ hatte. Das alles sind mitnichten
Fehltritte, sondern Zeiterscheinungen einer dekadenten Gesellschaft, in der das
Motto einer neuen Elite von Til Schweiger bis Norbert Blüm lautet:
„Betroffenheit - und Spaß dabei“. Doch diese Elite ist nur die Spitze des Müllbergs,
denn dahinter steckt ein ganzes Milieu, das sich in der Flüchtlingskrise erstmals in seiner ganzen gefährlichen
moralischen und intellektuellen Verwahrlosung präsentierte. Dieses Milieu redet
hetzerisch von „Dunkeldeutschland“, doch selber lebt es ein Dünkeldeutschland.
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Samstag, 28. Mai 2016
Kustos kopiert: Die Selbstherrlichen
In diesen Wochen
kümmert sich der Kustos-Blog um die Zusammenhänge von Flüchtlingspolitik und
anderen Fehlentwicklungen mit Herrschaft. Das begann vor einer Woche auf der
individuellen Ebene mit der Person Merkel, widmet sich demnächst allgemeinen
mentalen Defiziten in Deutschland gefolgt von der sorgenvollen Betrachtung um
die Bedeutung für die Entwicklung unserer Demokratie, um schließlich, nach der
Sommerpause, endlich die Frage nach den wahren ökonomischen Triebkräften eines
nur scheinbar moralischen Handelns zu stellen. Im Zusammenhang mit zu
beobachtenden erheblichen und zunehmenden psychologischen Deformationen vieler
Bürger und besonders ihrer „Elite“, um die es am nächsten Sonnabend gehen soll,
ist sozusagen als Vorgeschmack ein leicht gekürzter Artikel
von Gerd Held außerordentlich lesenswert, der noch unter dem Eindruck der März-Wahlen
entstanden ist. Held führt aus, wie in Deutschland jenseits aller politischen
Zwänge und Absichten ein bestimmtes soziales Milieu die Meinungs- und Führungshoheit
übernommen hat.
Samstag, 21. Mai 2016
Makel-Merkel
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| Bildquelle: maxschoenherr.de |
Es sprach der Papst auf Lesbos: „Wir sind alle Flüchtlinge.“ OMG. Was er damit wohl gemeint haben mag? Ist er ein Flüchtling vor der Wahrheit? Oder vor der Realität? Oder vor den Zuständen seiner Heimat? Wenigstens hat er in Deutschland noch kein Asyl gefordert. Die zitierte Phrase steht im übrigen stellvertretend für die moderne Politik der Mächtigen und ihrer Handlanger, die glauben, das Offensichtliche einfach umlügen zu können. Denken wir nur an Berlins Bürgermeister Michel Müller, der hinsichtlich des Flüchtlingszustroms äußerte: „Den Punkt, an dem ist nicht mehr geht, sehe ich noch lange nicht.“ Wir lernen, dass das System sich nicht nur wie hier ansonsten beschrieben gemäß struktureller Faktoren entwickelt, sondern dass es immer auch einen subjektiven, individuellen, wenngleich nachrangigen Faktor gibt. Diesmal geht es hier also um den persönlich politischen, also eher vordergründigen Aspekt des Niedergangs - und wer wäre dafür eine bessere Kristallisationsfigur als Angela Merkel…
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